Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bestimmung  der  Pentosane.

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rohfaserreichen  Futtermitteln  zu  irrigen  Ergebnissen  führt.  Da  dasselbe  fernerhin
keine  weitere  Prüfung  erfahren  hat,  so  sei  hier  nur  darauf  verwiesen.
6.  Bestimmung  der  Pentosane.  Unter  Pentosanen  sind  die  Anhydride  der
Penta-Glukosen  bezw.  Pentosen  zu  verstehen;  bei  der  Futtermittel-Untersuchung
werden  aber  unter  dieser  Bezeichnung  alle  jene  Stoffe  zusammengefaßt,  welche  bei
4er  Destillation  mit  Salzsäure  von  1,06  spezifischem  Gewicht  Furfurol  liefern.  Da
sich  die  Pentosen  auch  physiologisch  von  den  Hexosen  verschieden  verhalten,  so
wird  ihre  Bestimmung  in  den  Futtermitteln  sich  bald  allgemeinen  Eingang
verschaffen.  Das  Verfahren  hierfür  ausgearbeitet  zu  haben,  ist  das  Verdienst  von
P-  Tollens. 1 )
Das  Verfahren  setzt  sich  aus  zwei  voneinander  unabhängigen  Behandlungen,
nämlich  einerseits  der  Überführung  der  Pentosane  (bezw.  Pentosen)  durch  Destillation
mit  Salzsäure  in  Furfurol,  andererseits  der  Fällung  des  Furfurols  im  Filtrat  zui'ig.

  39.  Destillations-Vorrichtung  für  die  Bestimmung  der  Pentosen.

■mmen  Anfänglich  verwendete  Tollens  zum
VHrazin
I  hlo

Fällen  des  Furfurols  Phenylin
  letzter  Zeit  nach  dem  Vorschläge  von  Councler*)  ausschließlich
_  -  ein,  welches  sich  nach  der  Gleichung  C 8  H 8  0 8  +  C 5 H4  2  »  V. 3  nw;L
nmsetzt, 3 )  so  daß  sich  verhält  Phloroglucin  :  Phloroglucid  =  126  :186.  Die  Destillation
ls t  bei  beiden  Verfahren  gleich  geblieben.  .
.  ^Es  möge  daher  nur  die  von  Tollens  und  Krüger  ausgebüdete  Bestimmung
nut  Phloroglucin  hier  beschrieben  werden.
J )  Landw.  Versuchs-Stationen  1893,  42,  381  bezw.  398;  Zeitschr.  d  Vereins  f.
"mbenzuckerindustrie  d  D  R  44,  460  und  40,  480  und  Journal  f.  Landwirtschaft  1900,
*8»  357.
*)  Chem.-Zeitung  1894,  18,  966.  „  „  ,  1QfW
,  3 )  Nach  Jäger  und  Unger  (Berichte  d.  deutschen  chemischen  Gesellschatt  191»,
•So,  44d 0 )  soll  die  TT
OH

■44401  ii  Jager  und
l^oa  die  Umsetzung  wie  folgt  verlaufen:  C 6 H 6 0 3  +  C 5 H 4 O a  =  C u H 8 0 4  +  H 2 0  oder

c 8 h 3

0.  c 6 h 3 o
-OH
OH

•H,0.
            
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