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Futtermittel.
d) Destillation. 5 g der zu untersuchenden Substanz — bei pentosenreichen
Stoffen 2 bis 3 g — werden mit 100 ccm Salzsäure von 1,06 spezifischem
Gewicht in einem etwa 300 ccm fassenden Kolben aus einem Bade von Eoseschem
Metallgemisch (1 Teil Blei, 1 Teil Zinn, 2 Teile Wismut) destilliert. Wir
bedienen uns für die gleichzeitige Ausführung von 4 Bestimmungen der vorstehenden
Destillationsvorrichtung (Fig. 39 S. 243). Nachdem jedesmal 80 ccm abdestilliert
sind, werden mittels einer Hahnpipette wieder 30 ccm derselben Salzsäure nachgefüllt,
bis das Destillat nahezu 400 ccm erreicht hat und kein Furfurol mehr
überdestilliert, was mit einer Lösung von essigsaurem Anilin festgestellt wird, indem
ein Tropfen hiervon auf Filtrierpapier mit dem Destillat zusammengebracht
keine Rotfärbung mehr zeigen darf.
ß) Fällung mit Phloroglucin. Das vorstehend erhaltene Destillat wird
mit der doppelten Menge des zu erwartenden Furfurols an Phloroglucin puriss.
E. Merck versetzt, welches man vorher in Salzsäure von 1,06 spezifischem Gewicht
gelöst hat, und weiter so viel dieser Salzsäure zugesetzt, daß das Volumen
400 ccm beträgt; man rührt gut um, läßt bis zum folgenden Tage (15—18 Stunden)
stehen, filtriert durch ein vorher bei 97 bis 100° getrocknetes und in geschlossenem
Kölbchen gewogenes Filter, wäscht mit 150 ccm Wasser nach, breitet das herausgenommene
Filter erst auf Fließpapier aus, um den größten Teil des Wassers zu
entfernen, trocknet dann im Wassertrockenschrank (also bei etwa 98—100°)
3 1 / 2 —4 Stunden und wägt.
Das Phlorogluoid muß nach Tollens und Kröber in geschlossenem
Kölbchen — und nicht im Goochschen Tiegel — gewogen werden, weil es sehr
hygroskopisch ist. Bei zu langem Trocknen — 20 bis 24 Stunden — findet
infolge Oxydation leicht eine Gewichtszunahme statt.
Um zu sehen, ob man bei der Fällung genügend Phloroglucin zugesetzt hat,
prüft man die Lösung nach dreistündigem Stehen mit Anilinazetatpapier auf Furfurol,
rührt, wenn das Papier gerötet wird, noch eine kleine Menge Phloroglucinlösung hinzu
und prüft nach weiteren 3 Stunden abermals, bis keine Furfurolreaktion mehr auftritt.
Das Phloroglucin puriss. E. Merck enthält häufig noch geringe Mengen
Diresorcin — erkennbar durch die Yiolettfärbung, welche entsteht, wenn man eine
kleine Menge des Präparates in 2—3 Tropfen Essigsäureanhydrid löst und mit
1—2 Tropfen konzentrierter reiner Schwefelsäure versetzt —. Man kann das Phloroglucin
durch häufiges Umkristallisieren von Diresorcin reinigen (reinstes Phloroglucin
schmilzt bei 205—210°, unreines bei 175° und niedriger), indes ist ein geringer
Gehalt des Phloroglucins an Diresorcin nach Tollens ohne Einfluß auf das Ergebnis.
Aus der Menge des gewogenen Niederschlages von Furfurol-Phloroglucin, dem
Phloroglucid, berechnet man nach Tollens die Menge von Furfurol:
Bei kleinen Mengen Niederschlag durch Division mit 1,82, bei größeren
Mengen Niederschlag durch Division mit 1,93, im Mittel mit 1,84.
Genauere Divisoren je nach der Menge des Niederschlages gibt folgende Tabelle:
Erhaltene
Divisor für die
Erhaltene
Divisor für die
Phlorglucid-Berechnung
Phlorogluoid-Berechnung
menge
auf Furfurol
menge
auf Furfurol
0,20 g
1,820
0,34 g
1,911
0,22 „
1,839
0,36 ,.
1,916
0,24 „
1,856
0,38 „
1,919
0,26 „
1,871
0,40 „
1,920
0,28 „
1,884
0,45 „
1,927
0,30 „
1,895
0,50 „
1,930
0,32 „
L904
0,60 „
1,930