Full text: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Futtermittel. 
kollabiert sind; dagegen erscheinen in Flächenpräparaten die größeren länglichen 
Zellen (oft 0,15 mm lang und 0,05 mm breit) häufig von Spaltöffnungen und Haaren 
durchsetzt und vollkommen klar. 
2. Dünne Spelze. 
a) Äußere Epidermis der dünnen Spelze (Fig. 90, S. 321). In der Gesamt 
erscheinung sind die Zellen denen der äußeren Epidermis der Hüllspelzen ähnlich, 
jedoch enger und dünnwandig. Die Eandhaare sind lang (oft 0,5 mm), einzellig 
und zugespitzt, doch kommen auch kürzere Haare vor mit 2 oder 3 Gliedern und 
stumpfen Spitzen. Diese beiden Formen haben außerordentlich dünne Wände. 
b) Die innere Epidermis (Fig. 90 iep, S. 321) unterscheidet sich von der 
äußeren durch gerade Wände und den gänzlichen Mangel an Haaren. 
Fig. 87. Besenmohrhirse, 
aep äußere Epidermis und f Faser der 
Hüllspelze in der Flächenansicht. 
(Yergr. 300.) Nach Winton. 
3. Caryopsis (Frucht 
schichten). Die Zellen a) der 
Epidermis (Fig. 88 ep und 91 ep, 
S. 321) sind longitudinal und haben 
dicke, wellige Wände, welche mehr 
oder weniger deutliche Poren auf 
weisen. 
W 
Fig. 88. Besenmohrhirse. Querschnitt der Frucht und 
einer Hüllspelze. (Yergr. 160.) Sp Hüllspelze, bestehend 
aus der äußeren Epidermis aep, der Faserschicht f, dem 
Schwammparenchym p und der inneren Epidermis iep* 
g Gefäßbündel, sto Spaltöffnung, Fs Perikarp, bestehend 
aus der Epidermis ep mit der Cuticula c, dem Hypoderm 
hy, dem stärkeführenden Mesokarp mes, den Querzellen q 
und den Schlauchzellen sch, N Nucellarrest oder hyalin© 
Schicht mit gequollenen inneren Wänden s, E Endosperm» 
bestehend aus der Aleuronschicht al und dem mehlhaltigel 1 
Gewebe mit Stärkekörnern st und dem Proteinnetze a. 
Nach Winton. 
b) Das Hypoderm (Fig. 88 hy und 91 hy, S. 321) besteht aus 1—3 Zell 
schichten mit etwas dünneren Wänden als bei der Epidermis. 
c) Das stärkehaltige Mesokarp (Fig. 88 mes und 91 mes, S. 321) wird aus 
dünnwandigen Parenchymzellen gebildet, die gewöhnlich mit kleinen runden oder 
abgerundet-polygonalen Stärkekörnern (selten über 0,006 jx) gefüllt sind. 
d) Die Querzellen (Fig. 88 q und 91 q, S. 321) sind gewöhnlich lang und 
schmal und von den Schlauchzellen oft nur durch ihre Querlage zu unterscheiden- 
Gegen die Enden des Kornes zu sind sie jedoch kürzer und von unregelmäßiger Form- 
e) Die Schlauchzellen (Fig. 88 sch und 91 sch, S. 321) liegen im rechten 
Winkel zu den Querzellen. Sie sind ungefähr 0,005 mm breit und erreichen oft eine 
Länge von 0,2 mm.
	        
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