Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Puttermittel.

Bezüglich  der  anatomischen  Unterscheidung  kommen  hei  der  gelben
Lupine  vorwiegend  die  mächtig  entwickelten,  110—300  fi  langen  Palissaden  der
Schale  durch  die  doppelwellenförmige  Biegung  des  basalen  Teiles  in  Betracht.
Auch  die  derben  und  dabei  englumigen  Säulenzellen  weichen  insofern  vom  Bau
der  korrespondierenden  Zellen  der  Buffbohne  und  Erbse  ab,  als  sie  im  basalen  Teil
keine  sehr  deutliche  Ausbiegung  zeigen  und  daher  in  der  Tangentialansicht  nur
2  Konturen,  die  obere  Ausbiegung  und  den  Schaft  der  Säulenzellen,  erkennen  lassen.
Kennzeichnend  ist  auch  die  Oberhaut  des  Kernparenchyms  (Fig.  100
No.  5,  S.  329)  in  der  Flächenansicht;  sie  besteht  aus  kleinen  regelmäßigen,  4-  bis
6-seitigen,  fein  getüpfelten  Zellen  mit  plasmatischem  Inhalt.
Die  sog.  Aleuronschicht,  welche  die  Keimlappen  umgibt,  fällt  durch  die
isodiametrischen  und  getüpfelten  Zellen  auf.  Innerhalb  der  großporigen  Membranen
der  Samenlappen  befinden  sich  an  Stelle  von  Stärke  nur  Proteinkörner.

Sandwicke,  Vicia  villosa  Roth.

Fig.  101.  Sandwicke.  (Yergr.  200. - )  Nach  C.  Böhmer.
Querschnitt.  Tangentialansichten  zu  den  ent-1
  Palissadenzellen,  2  Säulenzellen,  3  Parenchym  der  sprechenden  Nummern  des  Quer-Samenschale,
  a  und  b  Lichtlinien,  c  Farbstoff.  Schnittes.

Die  Zellen  der  Wicke  (Fig.  101)  zeichnen  sich  mit  denen  der  Linse  durch  zarte
Struktur  aus;  ihr  Bau  harmoniert  mit  dem  der  anderen  Leguminosen.  Die  schmalen,  nur
6  fi  breiten,  stäbchenartigen,  60—100  fi  langen  Palissaden  lassen  im  Querschnitt  am
peripherischen  Ende  warzenförmige  Erhöhungen,  weniger  deutlich  eine  doppelte
Lichtlinie  erkennen;  bei  den  dunkel  gefärbten  Wicken  enthalten  sie  einen  gelbbraunen
Farbstoff.  In  der  Flächenansicht  erscheinen  sie  5-  bis  6-seitig.  In  Querschnittlage ­
  fällt  das  breite  Lumen  der  Säulenzellen  in  die  Augen.  In  der  Flächenansicht ­
  erscheinen  sie  als  rundliche,  scheinbar  ohne  Interzellularräume  nebeneinander
stehende  Polygone,  deren  große  dunkle,  das  Lumen  darstellenden  Zentren  von  unregelmäßig ­
  konturierten  Seitenwänden  umgehen  sind.
Sojabohne,  Soja  hispida  Mönch.
Die  Palissadenschicht  der  Sojabohne  (Fig.  102)  setzt  sich  aus  kleinen  Zellen
(Länge  60—100  fi)  zusammen,  welche  kleiner  sind  als  die  darunter  liegenden  Säulen ­
            
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