Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Futtermittel.

Die  langen  Zellen  sind  durch  die  Kurzzellen  oder  die  Zwillingskurzzellen
oder  durch  beide  Zellenarten  unterbrochen.  Die  Kurzzellen  sind  mehr  oval  und  zum
Unterschiede  von  denen  des  Lolches  an  beiden  Seiten  zahnförmig.
c)  Flughafer  (Avena  fatua  L.,  Fig.  152,  S.  379).  Die  Zellen  der  äußeren
Epidermis  der  Deckspelze  sind  in  der  Mitte  dickwandig,  an  den  Rändern  ebenso  wie  die
der  Yor-  und  Hüllspelze  weniger  stark  entwickelt.  Die  Zellen  der  Flughaferspelze
haben  dieselbe  trommelschlägelartige  Struktur  wie  die  der  Haferspelze  (Avena
sativa  L.,  vergl.  S.  310).  Die  halbmondförmigen  Zellen  nehmen  jedoch  eine  hufeisenförmige ­
  Struktur  an;  am  meisten  unterscheiden  sich  Flughafer-  und  Haferspelze  durch
die  Dimensionen  der  dickwandigen  Zellen  (vergl.  die  unten  S.  382  stehende  Übersicht
über  die  Dimensionen  der  Zellen).
d)  Quecke  (Triticum  repens  L.,  Fig.  153).  Der  Bau  der  Zellen  der  Quecke
gleicht  dem  der  Gerstenspelze  (Hordeum,  vergl.  S.  306).  Die  Zellwände  sind  auch
ähnlich  gleichmäßig  buchtig  gewellt,  in  der  Mitte  der  Oberhaut  der  Deckspelze

Fig.  153.  Quecke  (Triticum  repens).  Spelzen.  Nach  J.  Form  an  eck.  A  Deckspelze,  B  Vorspelze,
a  Breite  der  ganzen  dickwandigen  Zelle,  c  Breite  der  Einbuchtungen,  d  innere  Entfernung  der  Einbuchtungen ­
  der  Zelle,  k  Kurzzellen,  m  Zwillingskurzzellen,  o  Spaltöffnungen.  (Yergr.  1:150).
dicker,  an  den  Rändern  und  bei  der  Vorspelze  dünner  entwickelt;  die  Zellwände  der
Queckenspelze  sind  jedoch  regelmäßiger  und  dünner,  die  Zelleinbuchtungen  im  Innern
weiter  voneinander  entfernt  als  bei  der  Gerstenspelze;  auf  dem  Unterschied  dieser
Dimensionen  der  Zellen  beruht  das  wesentlichste  Unterscheidungsmerkmal  (vergl.
untenstehende  Übersicht).  Die  Zellenquerwände  sind,  wie  bei  der  Gerstenspelze,
glatt  und  gleichmäßig  verdickt,  die  Kurzzellen  rund  und  oval.
e)  Borstengras  (Setaria  viridis  B.  Br.,  Fig.  154,  S.  381).  Die  Spelze  besteht  aus
kurzen  Zellen  und  hat  keine  doppelten  Kurzzellen.  Die  Zellen  der  Deckspelze  sind
dickwandig,  an  den  Rändern  und  bei  der  Vorspelze  dünner  und  länglich,  mit  größeren
Einbuchtungen.  Kennzeichnend  für  Borstengras  ist,  daß  im  Gegensatz  zu  den  aufgeführten ­
  Spelzen  jede  dickwandige  Zelle  nahe  an  der  Querwand  mit  einer  Art
Zahn  (z)  versehen  ist;  diese  kurzen  Zähne  erscheinen,  von  der  äußeren  Fläche  der
Spelze  aus  gesehen,  als  doppelt  konturierte  Ringe  (r).
f)  Hühnerfennich  (Panicum  crus  galli  L.,  Fig.  155,  S.  381).  Die  Zellen  der
Oberhaut,  der  Deck-  wie  Vorderspelze  sind  im  mittleren  Teil  kurz-dickwandig,  zum
Unterschiede  von  der  gewöhnlichen  Rispenhirsespelze  (Panicum  miliaceum)  sehr
            
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