392
Futtermittel.
buchteten Epidermiszellen. Sie liegen (Fig. 171, S. 391) unter einer glänzenden
Cuticula und über großen, stark aufquellenden, mit braunrotem Farbstoff gefüllten
Parenchymzellen.
Die polygonalen, mitunter etwas abgerundeten Stärkekörnchen zeichnen sich
durch Kernhöhlen aus und besitzen Ähnlichkeit mit denen des Buchweizens und der
Hirse, können auch mit Reis- und Haferstärke und der Stärke verschiedener Unkrautsamen
verwechselt werden.
Ampferblätteriger Knöterich, Polygonum lapathifolhim L.
Die die Auffindung von Polygonum lapathifolium kennzeichnenden Gewebselemente
sind die den Samen abschließende Palissadenschicht und das sich an diese
Knöterich. Querschnitt. (Vergr. 200.)
A Palissadenschicht, B Parenchym.
anschließende parenchymatische Gewebe. Die
Zellen der Palissadenschicht (Fig. 172) sind
ungemein verdickt, die die einzelnen Zellen
trennende Membran ist nicht mehr zu erkennen,
das Lumen ist sehr eng, nimmt aber
nach dem Innern hin beständig zu und zeigt
nach den Seiten hin meist Ausstülpungen.
Der Tangentialschnitt hierzu (Fig. 174) gibt
ein entsprechendes Bild; die Zell-Membran
wird deutlicher bei Behandlung mit Natronlauge.
Das sich anschließende parenchymatische
Gewebe ist dunkel gefärbt und führt Inhalt;
die Tangentialansicht desselben ist durch die
wellig verlaufende Membran der Zellen deutlich
gekennzeichnet (Fig. 173).
Fig. 173.
Knöterich, Tangentlalsclmitt zu B Parenchym,
Fig. 174.
Knöterich. Tangentialschnitt zu A Palissadenschicht.
■Wachtelweizen, Melampyrum arvense L,
Die Samen des Wachtelweizens, eines auf manchen Feldern sehr lästigen Unkrautes,
können ihrer geringen Größe wegen bei einer sorgfältigen Reinigung des
Getreides entweder gar nicht oder doch nur vereinzelt in die Mahlerzeugnisse geraten.
Die sehr harte und widerstandsfähige Beschaffenheit der Samenschale, aus
welcher ein großer Teil der Samensubstanz besteht, schließt die Möglichkeit einer
Verunreinigung des Mehles durch Wachtelweizen fast ganz aus.