Mikroskopische Untersuchung. Die Pilze der Futtermittel.
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Ein anderer Erreger der Kartoffelfäule ist nach Frank ein von ihm als
Ehizoctonia solani beschriebener Pilz, der auf der Schale gesunder Knollen eine gutartige
Pockenhildung verursacht, zuweilen aber auch in das Zellgewebe hineinwächst und
sowohl in, als zwischen den Zellen wuchert (Fig. 208).
Unter seiner Einwirkung schrumpfen die Stärkekörner
ein und verschwinden schließlich ganz. Die Kartoffel
wird wässerig-weich und nimmt das Aussehen einer gekochten
Eübe an. Ein dritter Fäulniserreger ist der
für gewöhnlich nur sekundär auf faulen Kartoffeln auf-Naoh
Frank.
Fig. 209. Fusarium solani.
Konidienträger mit Konidien.
(320-fach). Nach Frank.
tretende Hyphomycet Fusarium Solani Mart., der aber zuweilen auch gesunde Ka^
toffeln zum Faulen bringt. Sein septiertes Mycel wachst zwischen und faulenden
zerstört die Zellhäute, aber nicht die Stärkekbrner. Auf der Oberfla
Knollen entstehen weißliche Schimmelrasen,
die aus den aufrechten, büschelartig
verzweigten Konidienträgern bestehen, an
deren Spitze sich spindelförmige, mehr
oder weniger gekrümmte, mehrzellige
Konidien abschnüren (Fig. 209).
Außer diesen höheren Pilzen treten
auch Bakterien als die Erreger der
Kartoffelfäule auf. Teils befallen diese
Kilze gesunde Knollen, teils auch nur
schon kranke oder tote. In ersterem
Kalle wird meist die Interzellularmasse
gelöst, so daß sich die Zellen trennen;
dagegen werden die Zellhaut und die
Stärkekbrner nicht verändert und die
Bakterien befinden sich nur zwischen, 7 P ikaft tritt
Ilich l in den Zellen. Gleichzeitig wird der Protoplast ge^et und d ^ yon
aus > so daß die Kartoffel zu einem feuchten Brei zerfallt (Fig. - )• di
solchen Bakterien befallene Knollen als Saatgut benutzt werden, so wandern
Fig. 210. Bakterienfäule der Kartoffel.
Zwischen den anseinandergelösten Zellen die
Bakterien. Stärkekörner unverändert.
(320-facli). Nach Frank.