Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Ausführungs-Bestimmungen  zum  Zuckersteuergesetz,

631

Pro-Zehntel-





Brix

,0

,1

,2

> 3

,4

,5

,6

,7

,8

,9

95

1,5155

1,6162

1,6169

1,6176

1,6183

1,6191

1,6198

1,5205

1,6212

1,5219

96

1,5227

1,6234

1,5241

1,6248

1,6266

1,6263

1,5270

1,5277

1,6285

1,6292

97

1,6299

1.5306

1,6313

1,6321

1,5328

1,5335

1,5342

1,6350

1,5357

1,5364

98

1,5372

1,6379

1,5386

1,5393

1,5401

1,5408

1,5416

1,6423

1,5430

1,5437

99

1,5446

1,5452

1,6459

1,5467

1,5474

1,5481

1,5489

1,5496

1,5503

1,5611

100

1,5518

—

—

—

—

'

—

—

—

(Fortsetzung  von  S.  628.)
1.  Feststellung  des  Quotienten  ohne  Rücksicht  auf  Eaffinosegehalt.
Die  folgende  Vorschrift  gilt  in  allen  Fällen,  unbeschadet  ob  Stärkezucker  vorhanden
ist  oder  nicht.
Man  wägt  das  halbe  Normalgewicht  (13  g)  vom  Ablauf  ab,  löst  es  in  einem  Meßkolben ­
  von  100  ccm  Eaumgehalt  in  75  ccm  Wasser,  setzt  5  ccm  Salzsäure  vom  spezifischen
Gewicht  1,19  zu  und  erwärmt  auf  67—70°  im  Wasserbado.  Auf  dieser  Temperatur  wird
der  Kolbeninhalt  noch  5  Minuten  unter  häufigem  Umschütteln  gehalten.  Da  das  Anwärmen
2 1 / a —5  Minuten  dauern  kann,  wird  die  Arbeit  im  ganzen  7 1 /.,—10  Minuten  in  Anspruch
nehmen;  in  jedem  Falle  soll  sie  in  10  Minuten  beendet  sein.  Man  füllt  nach  dem  Erkalten
zur  Marke  auf,  verdünnt  darauf  50  ccm  von  den  100  ccm  zum  Liter,  nimmt  davon  25  ccm
(entsprechend  0,1625  g  des  Ablaufs)  in  einen  Erl  enmeyersehen  Kolben  und  setzt,  um
die  vorhandene  freie  Säure  abzustumpfen,  25  ccm  einer  Lösung  von  kohlensaurem  Natrium
zu,  welche  durch  Lösen  von  1,7  g  wasserfreiem  Salze  zum  Liter  bereitet  ist.  Darauf  versetzt ­
  man  mit  50  ccm  Fehlingsoher  Lösung  (Anlage  AII1),  erhitzt  in  derselben  Weise
wie  bei  einer  Invertzuckerbestimmung  zum  Sieden  und  hält  die  Flüssigkeit  genau  2  Minuten
im  Kochen.  Das  Anwärmen  der  Flüssigkeit  soll  möglichst  rasch  mittels  eines  guten  Dreibrenners ­
  geschehen  und  unter  Benutzung  eines  Drahtnetzes  mit  übergelegter  ausgeschnittener
Asbestpappe  S'/.j—4  Minuten  in  Anspruch  nehmen;  sobald  die  Flüssigkeit  kräftig  siedet,
wird  der  Dreibrenner  mit  einem  Einbrenner  vertauscht.  Nach  dem  Erhitzen  verdünnt  man
die  Flüssigkeit  in  dem  Kolben  mit  der  gleichen  Eaummenge  luftfreien  kalten  Wassers
und  verfährt  im  übrigen  genau  nach  dem  für  Invertzuckerbestimmung  bekannten  Verfahren
der  Gewichtsanalyse  mittels  Reduktion  des  Kupferoxyduls  im  Wasserstoffstrom  oder  Ausfällung ­
  des  Kupfers  aus  der  salpetersaureu  Lösung  des  Kupferoxyduls  auf  elektrolytischem
Wege.  Zur  Berechnung  des  Ergebnisses  aus  der  gefundenen  Kupfermenge  ist  ausschließlich ­
  die  nachfolgende  Tabelle  zu  benutzen,  welche  den  Eohrzuokergehalt  unmittelbar  in
Prozenten  angibt.  Die  Umrechnung  des  Invertzuckers  in  Rohrzucker  ist  demnach  nicht
erforderlich.
(Siehe  Tabelle  3  Seite  632.)
Bei  der  Berechnung  des  Quotienten  sind  im  Endergebnisse  die  Bruchteile  auf  Zehntel
abzurunden,  und  zwar,  wenn  die  zweite  Stelle  nach  dem  Komma  weniger  als  5  beträgt,
nach  unten,  anderfalls  nach  oben.
Beispiel;  25  ccm  des  invertierten  Zuckerablaufs,  enthaltend  0,1626  g  des  Ablaufs,
geben  bei  der  Reduktion  171  mg  Kupfer;  diese  entpsrechen  52,80  Prozent  Zucker.  Angenommen ­
  der  Ablauf  zeige  74,6  Prozent  Brix,  so  ist  sein  Quotient  70,77  oder  abgerundet  70,8.
2.  Feststellung  des  Quotienten  der  Zuckerabläufe  mit  Rücksicht  auf
Eaffinosegehalt.
a)  Besteht  Sicherheit  darüber,  daß  der  Gehalt  an  Invertzucker  2  vom  Hundert  nicht
erreicht,  so  bedarf  es  außer  der  Feststellung  der  Prozente  Brix  nur  der  Bestimmung  der
Polarisation  nach  Anlage  A  und  C  vor  und  nach  der  Inversion,  bezogen  auf  das  ganze
            
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