Personenbeförderungsanstalten, welche auf dem Fremdenverkehr
beruhend auch von diesem den größten Vorteil erringen.
Die Aufgabe aber, München zu einer rentablen Großindustrie
zu verhelfen, ist nach allem Vorstehenden eine nicht
sehr leichte und nach unserer Meinung nur unter Leistung
großer Opfer und Voraussetzung weitgehendster Unterstützung
aller Behörden zu erledigen. Die Einführung neuer großer
Unternehmungen auf industriellem Gebiete in München ist
trotz allem möglich. Die Errichtung solcher Anlagen hängt
nur davon ab, wie man die wirtschaftlichen Nachteile, die
wir im Vorstehenden streiften, beseitigt. Neben den schon
angeführten Verbesserungen des Ludwig-Donau-Mainkanals
läge es im Interesse der Stadt, wenn an Stelle der mit teueren
Frachtkosten belasteten besseren Kohlensorten, die in den
Gebirgswässern, und namentlich der Isar selbst, zahlreich vorhandenen
Kräfte einer ausgiebigeren Benützung entgegengeführt
würden als es bislang der Fall war. Die Schwesterstadt
Augsburg sollte hierin ein Vorbild sein, denn hier haben
die großen Industriellen ihre Werke längst abgeschrieben, nachdem
sie früh genug darauf bedacht waren, die gegebenen
Wasserkräfte auf das Wirtschaftlichste zur Erzeugung von Elektrizität
auszunützen. Wenn auch die Isar durch weitgehende
Korrektionen einen Teil ihrer ursprünglichen Unbändigkeit verloren
hat und so zur Anlage von Wasserkraftwerken dienen
konnte, so stellen sich die neuen Anlagen — unter Berücksichtigung
der Verzinsung und Amortisation des Anlagekapitals,
der Betriebs-, Verwaltungs- und Unterhaltungskosten — dennoch
erst so, daß eine erzeugte Kilowattstunde am Schaltbrett
auf 2,6 bis 2,8 Pfennig zu stehen kommt. Dies ist
aber für die allgemeine Anlage in den größeren industriellen
Werken noch zu teuer und es muß als eine Aufgabe von
eminent wirtschaftlicher Bedeutung betrachtet werden, diese
Normalsätze für den Bezug elektrischer Kraft durch noch intensivere
Ausnützung der vorhandenen Wasserkräfte der Isar und
anderer Gebirgsflüsse herabzumindern. Welche segensreiche
Erfolge die elektrische Kraftübertragung zu zeitigen vermag,
zeigt die Kraftanlage des württembergschen Städtchens Heilbronn.
Von Laufen am Neckar wird durch eine oberirdische