Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Untersuchung  der  Mineralböden.

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sodann  das  Gefäß  in  einen  erwärmten  Eaum  und  ’  Temperatur,  z.  B.  70
Ms  der  Boden  im  Mittelpunkt  des  Gefäßes  eine  bestimmte  P
oder  80°  angenommen  hat.  „  ,  „ a  d ; P  angenommene  Wärme  mehr
Beohachtiingen  liher  die  Fähigkeit  des  Bo  >  den  un p er  14.  und  15.  anoder
  weniger  lange  zurückzuhalten.  lassen  sic  i  cic  i  erm itteln,  wieviel  Zeit  ergegebenen
  Versuchen  verbinden.  Man  braucht  nur  zi  enthaltene  und  bis
forderlich  ist,  his  sich  der  in  den  dort  heschne  tenei  a i s0  der  Boden  in
auf  70  oder  80°  erwärmte  Boden  an  der  Luft  abgeKun  ’  m£reben den  Luft  zeigt
dem  Mittelpunkte  des  Gefäßes  gleiche  Temperatur  m
oder  auch  his  auf  genau  20  oder  25°  erkaltet  ist.  Wagner, 1 )  sowie  den
Es  sei  hier  noch  besonders  auf  die  Arbeit  von  Fr.  Wag  ,
dort  S.  7  erwähnten  Apparat  verwiesen.  _  ,  Die  Festigkeit  oder
16.  Bestimmung  der  Kohäsion  und  Adhäsion  es  Zähigkeit  und  das  Anhaften
Konsistenz  des  Bodens  im  trocknen  Zustande,  sowl  wichtige  Eigenschaften,
des  nassen  Bodens  an  Holz  und  Eisen  sind  bekanntlich  sehr  wi^  ^^  ^  A(jker .
nach  deren  Gestaltung  zunächst  der  Landwirt  sc™,  na rten  unterscheidet.  Leider
Werkzeugen  schwer  und  leicht  zu  hearhei  en  e)  „.„nau  mit  kleineren  Mengen
können  diese  Eigenschaften  his  jetzt  kaum  ^nähernd  genau
des  Bodens  ermittelt  und  in  bestimmten  a  i  en  ■  ^  .  i u {ttrocknen  Zustande
a)  Um  die  Festigkeit  und  Konsistenz  des  und  formt  mittels  einer
zu  bestimmen,  knetet  man  den  Boden  mit  <'^ 1  ^  cm  Breite  und  Dicke
Schablone  parallelepipedische  Stücke  von  o  cm  '  ^  Glasröhre  Bodenzylinder,
oder  nach  Haherlandt 2 )  mittels  einer  oder  Zylinder  läßt  man
deren  Durchmesser  im  Lichten  2  cm  beträgt,  Druck  durch  Auflegung  von
an  der  Luft  austrocknen  und  untersucht,  bei  -p-  durchschnitten  werden.
Gewichten  sie  von  einem  stumpfen  Messer  o  er  eiser  einarmigen  Wage  kon-Man
  bedient  sich  hierbei  eines  passend  nac  i
struierten  Apparates.  daraus  ein  einigermaßen  richtiges
Der  Versuch  muß  sehr  oft  wiederholt  werden,  um  Bodens  benutzt  man  auch,
Mittel  zu  finden.  Dieselben  oder  ähnlich  geformte  btuc  i  dem  Austrockneu  sein
um  durch  Messung  zu  ermitteln,  in  welchem  Grade  der  Boden
Volum  vermindert.  .  w  Kohärenz  des  Bodens  in  feuchtem
h)  Ein  anderes  Verfahren  zur  Bestimmung  ‘  <■  w (rd  m it  so  viel  Wasser
Zustande  rührt  von  K.  Heinrich 8 )  her.  er  P  50°/ n  der  höchsten  Wassergleichmäßig ­
  durchfeuchtet,  daß  derWasserge  a  g'  arauf  wird  der  Boden  zwischen
kapazität  des  Laboratoriumsversuches  betrag  •  ^  ,j er  ^tte  mit  einem
2  Eisenbleche  von  1  qdcm  Größe  gepreßt,  deren  ei  Bodenschicht  soll  5  10  cm
Haken  versehen  ist.  Die  zwischen  den  Blechen  6  i  Messer  scharf  abgestrichen,
betragen.  Der  herausgequetschte  Boden  wir  mi  ^  befestigt  an  der  unteren
Man  hängt  nun  die  obere  Platte  an  einem  a  en  Mengen  Sand  einträgt,  bis
ein  kleines  Körbchen,  in  welches  man  so  lange  m  Platte  mit  dem  Körbchen
die  Bodensäule  zerreißt.  Darauf  wird  die  a  igeri  der  B; ra ft,  welche  nötig
und  dem  anhaftenden  Boden  gewogen.  Ihr  Gevuc  i  c  Querschnitt  aufzuheben.
war,  um  den  Zusammenhalt  einer  Bodenschich  von  ,  t  anzuwenden,  bei
Dieses  Verfahren  ist  natürlich  nur  bei  “^.fT^oharenz  des  Bodens,
denen  die  Adhäsion  an  die  Eisenplatte  größer  ist  als  fl  t
')  Wollny,  Forschungen  auf  dem  Gebiete  der  '^^p^'physik  1878,  1,  M 8  ff -
2 )  Wollny,  Forschungen  auf  dem  Gebiete^  d ^ r  Ackerkrume  in  Beziehung  auf
3 )  R.  Heinrich,  Grundlagen  zur  Beurteilung  uo
landwirtschaftliche  Pflanzenproduktion.  Wismar  I
            
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