Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Schmieröle.

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Nach  D.  Holde 1 )  unterscheidet  man  bei  den  Mineralschmierölen  in  den
Maschinenbetrieben,  je  nach  ihrem  Verwendungszwecke  und  der  Konsistenz,  folgende
Sorten:

No.

Bezeichnung  der
Öle

Eigenschaften  der
Öle

Zähflüssigkeit ­

nach
Engler
hei  20“
(fe)

Erstarrungs ­
 ­

(ep)

Entflammungspunkt
  nach
Pensky
(fp>

1.

Spindelöle  (für
Spinnereimaschinen)

unter  sehr  geringem
Druck  gehende  leichtflüssige ­
  Destillate

5—10

unter
—  20°

160—200°

2.

Bismaschinen-Kompressoröle


leichtflüssige  Destillate

5—7

unter
—  20°

140—180»

3.

Leichte  Maschinen-,
Transmissions-,
Motoren-  und  Dynamoöle ­


mäßig  zähflüssige
Destillate

13—25

170—220°

4.

Schwere  Transmissions- ­
  und  Maschinenöle ­


zähflüssige  Destillate

25—45
(bis  60)

—

190—220»

5.

Dunkele
Eisenb  ahnwagen- ­
  und  -
Lokomotivö)
  e

’  Sommeröl ­
 *  2 )
Winteröl ­
 2 )

zähflüssige,
meist  raffinierte
>  Rückstände;
zum  geringeren  Teil
raffinierte  Destillate

45—60

unter
—  5°

über  140°

6.

25—46

unter
—  20°

über  140°

7.

Dampf-Zylinder  öle

sehr  dickflüssige  bis
salbenartige  Destillate

fe  bei  50°
23—45 3 )

—

220—316° 3 )

I.  Schmieröle. 4 )
1.  Prüfung  der  Konsistenz  von  Zylinderölen  und  ähnlichen  dickflüssigen
Ölen  hei  gewöhnlicher  Temperatur.  „Für  betriebstechnische  Zwecke  genügt
die  Feststellung  der  Konsistenz  im  15  mm  weiten  ßeagensglase  bei  30  mm  Auf*) ­

  D.  Holde,  Untersuchung  der  Mineralöle  und  Fette,  2.  Aufl,,  Berlin  bei  Julius
Springer,  1905,  74.
2 )  Die  angeführten  Werte  für  Zähflüssigkeit,  Erstarrungs-  und  Entflammungspunkt  verlangt ­
  die  preußische  Staatsbahnverwaltung.  Die  verschiedenen  anderen  deutschen  Staatsbahnverwaltungen ­
  und  viele  andere  große  industrielle  Werke  haben  für  die  Lieferung  der
verschiedenen  Mineralschmierölen  ebenfalls  bestimmte  Bedingungen  aufgestellt;  hierüber
finden  sich  in  dem  Holdeschen  Werke  genauere  Angaben,  auf  die  hier  verwiesen  sei.
3 )  Heißdampf-Zylinderöle  haben  öfter  fe  bei  50°  =  50—60  und  fp  280—300°  und
darüber.
4 )  Für  die  Untersuchung  der  Mineralsohmieröle  bestehen  für  Deutschland  die  vom
deutschen  „Verbände  für  die  Materialprüfungen  der  Technik“  im  Jahre  1900  unter  dem
            
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