Full text : Die Entwicklung der Weißgerberei

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drängen.  Die  letzten  Überreste  jener  Ursprünglicheren  Zustände  sm
im  Rot-  und  Schwurzwild  unserer  Wälder  m  dm
unserer  Hochgebirge  erhalten,  und  daß  wir  den  Zuj  an  ,
dieser  Dere  eine  viel  größere  Rolle  als  heute  spielten,  noch  mcht  sehr
lange  verlassen  haben,  das  geht  aus  vielen  Taxor  nungen
werkerbriesen  von  Weiß-  und  Sämischgerbern  hervor,  wo
Gemsen,  Hirschen,  Rehen  eine  ziemlich  große  Rolle  spre  en.  ,
Indes  ist  der  Ersatz  zener  ursprünglicheren  Haue-  -nd-8^
ranten  durch  unsere  Haustiere  keineswegs  ein  so  vo  s  an  rg  '
aus  den  ersten  Blick  zu  sein  scheint.  Wenn  wir  heute  eine  H
statistik  eines  der  oben  zitierten  Länder,  .  etwa  Sudasrr  '  ^
Persien.  Südamerika,  hernehmen,  dann  sind  die  großen  P  s
dieser  Statistiken,  welche  in  erster  Linie  ins  Auge  sa  en,  H
Felle  von  Rindern,  Schasen,  Ziegen,  Pserden,  die  Starsr  en  ^
monotones  Bild,  und  es  scheint,  als  ob  sich  alle  -an  er  , t
bemühten,  den  europäischen  Verbrauchern  auch  in  den  hier  ,
kommenden  Rohmaterialien,  ohne  Rücksicht  aus  die  aus  en  .
Zonendisserenzen  sich  ergebenden  Produktionsmöglichkelten,  nur
goods  aus  den  Markt  zu  bringen.  Allein  bei  genauerem  Zuj
gibt  sich,  daß,  wie  bei  uns  das  Schwarz-,  Rot-  un  Hc'  )  '
vollkommen  verdrängt,  sondern  nur  aus  Gebieten  rnterstr  s
Territorien  mit  noch  extensiverer  Kultur  abgedrängt  worden  rs,  l  ^
in  jenen  Ländern  die  ursprünglichen  Fellieseranten  zwar  s  ar  63  ,
und  ebensalls  abgedrängt,  noch  keineswegs  aber  vollkommen  oer  ,
und  vernichtet  sind;  daraus  nun  resultiert  eine  ganz  andere  mr  1
liche  Stellung  dieser  Tiere,  sie  erlangen  nämlich  jetzt  erne  r
Seltenheitswert,  damit  Hand  in  Hand  eine  höhere  Werts  Atzung
Felles,  welches  insolgedessen  jetzt  nicht  mehr  unter  den  je  ^
Gerberei  um  seiner  Lederhaut  willen  erscheint,  sondern  unter  euer
Kürschnerei  um  seines  seltener  gewordenen  Haarkleides  wr  en,
also  diese  Tiere  aus  den  Strichen  intensiver  Kultur  rn  errr  or
extensiverer  Kultur  abgedrängt  werden,  so  sehen  wir  ihre  reelle  au
Domäne  der  Gerberei  in  das  Gebiet  der  Pelzarbeit  abgedrängt,  n  er
stützt  wird  diese  ganze  Bewegung  noch  durch  die  moderne  Geschma  -
Achtung,  welche,  von  der  Kunstindustrie  erzogen,  und  dann  von  rhr  geschmeichelt, ­
  eine  Vorliebe  sür  aparte  Novitäten  zeigt,  zu  welcher  nrch
nur  die  Felle  solcher,  neuerdings  erst  in  den  Rang  von  Pelzlreseranten
erhobener  Tiere  verarbeitet  werden,  sondern  in  stetig  steigendem  Maße,
und  sei  es  auch  nur  in  der  Form  von  Imitationen,  aparte  Decken  vie
niedrigerer  Vertreter  der  Tierreihe,  wie  z.  B.  von  Fischen  und  Reptrl  ,
woraus  ja  bereits  hingewiesen  wurde.
Aus  dem  Gesagten  ergibt  sich  also,  daß  das  gesamte^Schw  z-,
            
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