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inzwischen zu den Wertbeständen des Unternehmens, einen Teil
seines Kapitals bildend, gehört.
Die verschiedenen Werte erfordern verschiedene Skontren.
Ihre Einrichtung hängt von der Art des Wertes ab. Ein allgemeiner
Unterschied besteht der Form nach zwischen den Skontren vertret-
barer Werte und denen solcher Werte, die gewissermaßen Einzel-
wesen sind oder denen wenigstens in Gruppen unterscheidende
Merkmale eigen sind, die eine Auseinanderhaltung, notwendig
machen. Das Geld- oder Kassabuch, in das die eingehenden und
ausgehenden Beträge eingetragen werden ohne Angabe, in welchen
Geldsorten die Zahlung erfolgte, muß anders‘ aussehen, wie das
Skontro der Wechsel, von denen jeder vom anderen unterschieden
ist und eine eigene Ein- und Ausgangsbuchung verlangt. Während
im ersteren Falle der Geldbestand nach Addition der Eingangs- und
der Ausgangsseite in dem Unterschied zwischen beiden sich ergibt,
muß aus dem Wechselskontro zur Kenntnis des buchmäßigen Bestan-
des erst ein Auszug der nicht ausgegangenen Wechsel zum Zwecke
ihrer Addition gemacht werden. Unter Umständen kan man neben
einem Skontro der letzteren Art noch ein anderes summarischer Art
führen, bei dem der Gegenstand lediglich nach einem Merkmal er-
faßt wird. z. B.: Man will jederzeit den Sollbestand an englischen
Wechseln in Pfund ersehen. Einem solchen Skontro wird zweck-
mäßig die folgende Gestalt gegeben:
Übertrag £ 17512. 3. 11 in 115 Abschnitten
Zugang am 15.5. .... 819.17. 06 12
„ 183321. 57,7 127
Abgang‘ am 15.5... 1049. 3... 5 15
we. 17 982.18. Alle
Die Eintragung ins Skontro erfolgt möglichst unabhängig von
der Rechnungsbuchung. Sie führt Datum, Leistungsgeber oder -Neh-
mer, zum Kontrollbeweis das Blatt des Grundbuches an.
Die Zahlungswerte werden durch ihren Nennwert angegeben;
Nennwert und Leistungswert stimmen überein. Der Begriff der
Menge besteht für sie nicht. Die Handelswerte Sache und Arbeits-
mittel dagegen bezeichnen sich zunächst durch ihre Menge, die je
nach Art des Gegenstandes bemeßbar oder unterscheidbar ist. Die
Skontren dieser Handelswerte können daher rein mengenmäßig ge-
führt werden und aus Ein- und Ausgang von Mengen ergibt sich der
Mengenbestand. Der Bildung von Mengenskontren können gewisse
Schwierigkeiten im Wege stehen. Sie bestehen erstens in der Viel-
artigkeit der Sachen, wodurch eine skontromäßige Erfassung der
einzelnen Arten mit viel Arbeit verknüpft ist, sodann und meist in
Verbindung damit darin, daß die Ausgänge sich auf so zahlreiche
kleine Bargeschäfte verteilen, daß die Gegenstandsbuchhaltung ihnen
nicht gerecht werden kann. Die Rechnungsbuchhaltung findet sich
damit durch die Sammelbuchung Kasse an Waren Tageserlös M....