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Danach war der Gesamtverbrauch der deutschen Bahnen
1901 : 25 305 000 kg
1902 : 25 935 000 »
1903 : 27 422 000 » (= ca. 190 000 Brls.)
Hiervon fielen allein der D.-R. N.-I.-G. nach deren Angaben in
den drei Jahren
1900/01: 9 594 000 kg
1901/02: 13359000 »
1902/03 : 18 305 000 »,
im ersten Jahre also bei weitem noch nicht die Hälfte, zwei Jahre
später schon 2 /b zu. Der Rest von 65—70000 Fass verteilt sich
auf die übrigen Gesellschaften.
Zu bemerken ist hier, dass an den Bahnlieferungen auch
Galizien in steigendem Masse beteiligt ist. Der in der General
versammlung vom 9. November 1905 des »Vereins der österreichi
schen Petroleumraffinerien« erstattete Jahresbericht enthält folgen
den Passus: »Die unserseits bei dem k. k. Handelsministerium
und dem Ministerium des Aeussern erbetene Intervention nach
der Richtung, dass die deutschen Bahnverwaltungen bei ihren
Lieferungsausschreibungen auch österreichisches Petroleum berück
sichtigen, war von dankenswertem Erfolge begleitet, so dass unsere
Raffinerien seither an der Alimentierung des Petroleumbedarfes
der deutschen Bahnen in wesentlich steigendem Masse beteiligt
sind.« Nach einem Flugblatt vom März 1906 wurden in diesem
Jahre insgesamt 13010000 kg (= etwa 45%) an deutsche Bahnen
verschlossen; das Quantum verteilt sich folgendermassen:
Sächsische Bahnen 600 000 kg
Preussische Bahnen 10860000 »
Württembergische Bahnen 430 000 »
Elsass-Lothringische Bahnen 870 000 »
Pfälzische Bahnen 250 000 »
Der steigende Konsum des galizischen Oeles geschah wohl
meist auf Kosten des russischen *).
Den anfänglich günstigsten, in seiner jetzigen Gestaltung seit
1. Oktober 1904 gültigen Tarif (»Ausnahmetarif 12 C im nieder
ländisch-deutsch-russischen Grenzverkehr«) geniesst raffiniertes
russisches Petroleum, wenn in Wagenladungen zu 10 000 kg von
(elf) Grenzstationen aus befördert. Frachtsatz für die ersten 100 kg
ist 28 Pfg. pro IOO kg, für jede weiteren IOO kg 22 Pfg. pro
100 kg mehr. Die Fracht von Alexandrowo nach Leipzig beträgt
nach diesem Tarif 1,21 Mk. pro 100 kg. Nach dem gewöhnlichen
1) Siehe Anhang.