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gelangt nur zum Teil auf den Markt; große Mengen
von Kirschen werden zum Brennen von Kirschwasser ver
wendet. In den Südtälern der Alpen reifen neben der
dichtbelaubten Edelkastanie die Pfirsich- und Feigenbäume
ihre Früchte. Die Edelkastanie erscheint in einzelnen
Gruppen auch nördlich der Alpen an den Halden der
Föhntäler, so im Rheintal, am Walensee und am Vier
waldstättersee, fernerhin im Wallis und am Genfersee.
Einzelne Olivenhaine, gleichsam von den großen Beständen
am Mittelmeer an den Alpenfuß versprengt, heben sich
am Ufer des Luganersees mit dem feinen, silbergrauen
Laub aus ihrer Umgebung heraus.
1912 betrug die Obstausfuhr 6 Mill. Fr.„ Die
Einfuhr (darunter Dörrobst aus Kalifornien und Öster
reich-Ungarn) steigt ans 8 Mill. Fr.; noch höher sind die
Auslagen, für Südfrüchte. Obstverwertungs- und Mo
stereigenossenschaften sind bestrebt, den Obstbau immer
einträglicher zu gestalten.
Wald. Im Verhältnis zur Bodenfläche weist
manches andere Land mehr Wald auf als die Schweiz.
Unter den Nachbargebieten ist vor allem das österreichische
Alpenland reicher an Holz und vermag deshalb einen
starken Zuschuß au den Holzbedaif unseres Landes zu
leisten. Auf den Plateauflächen und an den Berghalden
des Jura treten ausgedehnte zusammenhängende Wald
flächen auf; sie erfüllen hier wie in den Alpen die Auf
gabe, die dünne Humusdecke zusammenzuhalten, den
Wasserablanf zu regulieren und Rutschungen zu verhüten;
im Hochgebirge gewähren sie überdies Schutz vor den
Lawinenverheerungen. Nach dem Bundesgesetz von 1902
steht dem Bund die Oberaufsicht zu über das Forstwesen
der ganzen Schweiz und im besondern über die Schutz-
und Bannwaldungen im Gebirge. Gegenüber Jura und
Alpen hat das Mittelland einen durchschnittlich geringern
und stark zerstückelten Waldbestand. Nicht ganz ein
Drittel des Waldes gehört Privaten, zwei Drittel den
Gemeinden und Korporationen und der Heine Rest dem
Flückiger/Schweiz 5
Wald