Full text : Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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engagiert,  u.  a.  die  (1895  gegründete)  Petroleumgesellschaft
»Steaua  Romäna«  finanziell  unterstützt.  Bei  den  weichenden
Preisen,  deren  Wirkung  sich  durch  keine  entsprechend  erhöhte
Produktion  aufhob,  wurde  diese  Forderung  »notleidend«,  wie
die  Bank  sich  in  ihrem  Jahresbericht  für  1904  ausdrückt.  Um
sich  zu  sichern,  sah  sich  die  Deutsche  Bank  zur  Schaffung  der
Kontrolle  über  die  Steaua  Romäna  und  zu  einer  durchgreifenden,
aber  jetzt  wohl  noch  nicht  ganz  durchgeführten  Reorganisation
genötigt.  —  Die  Steaua,  z.  Zt.  die  grösste  rumänische  Petroleumgesellschaft, ­
  hatte  1904  an  der  Gesamtproduktion  zu  reichlich  2 / s
Anteil.  Sie  produzierte  in  den  Jahren
1902/03:  132400  tons  Rohöl
1903/04:  184608  »  »
1904/05:  209797  »  »
1905/06:  214490  »  »
An  Dividenden  verteilte  sie  in  den  beiden  letzten  Jahren  je  8  %  •
Das  Aktienkapital  ist  von  17  auf  24  Millionen  Fr.,  die  Obligationen ­
  sind  von  11  auf  lö 1 ^  Millionen  Fr.  erhöht  worden  —  in
Anbetracht  der  nicht  besonders  günstigen  Ergebnisse  der  letzten
Jahre  eine  wohl  etwas  zu  scharfe  Anspannung.
Von  der  Frage  der  Verpachtung  der  staatlichen  Petroleumfelder ­
  hatte  man  längere  Zeit  nichts  wieder  gehört.  Sie  war
jedoch  keineswegs  erledigt.  Waren  1900  die  Bemühungen  der
Standard  Oil  Company  erfolglos  gewesen,  so  wurden  sie  1904
von  anderer  Seite  wieder  aufgenommen.  Und  zwar  war  es  diesmal ­
  ein  aus  der  Banque  de  Paris  et  des  Pays-Bas  und  der  Deutschen ­
  Bank  bestehendes  Syndikat,  dessen  Vorschläge,  Mai  1905
genauer  formuliert,  darauf  hinausgingen,  insgesamt  höchstens
20000  ha  ölführenden  Terrains  auf  fünfzig  Jahre  zu  pachten.
Aber  auch  dieses  Projekt  fand  nicht  die  Billigung  der  rumänischen ­
  Regierung,  da  die  Finanzlage  des  Staates  sich  inzwischen
gebessert  hatte  und  im  Lande  die  Ansicht  zur  Geltung  gelangte,
man  dürfe  die  staatlichen  Oelländereien  überhaupt  keiner  ausländischen ­
  Gesellschaft  zur  Ausbeutung  überlassen,  sondern  müsse
sie  entweder  mit  rumänischem  Kapital  zu  erschliessen  suchen  oder
aber,  um  ein  Monopol  zu  verhindern,  parzellenweise  verpachten.
Unter  dem  Eindruck  dieser  Bewegung  gelangte  am  21.  Dezember
1905  auf  Antrag  der  Regierung  mit  grosser  Mehrheit  ein  Gesetz
zur  Annahme,  das  in  seinen  Hauptpunkten  folgendes  bestimmt:
Es  werden  für  einen  Zeitraum  von  höchstens  50  Jahren  Parzellen
von  je  100  ha  erforschter  zusammen  mit  je  1000  ha  noch  uner ­
            
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