Der 63. Kongreß (1913—1915) wurde vollständig von den De
mokraten beherrscht. Im Repräsentantenhaus war ihre MajdPjJffV ,,
überwältigend: und selbst in dem langsam veränderlichen Senat"
war inan der Majorität sicher. Wie anzunehmen war, berief Prä
sident Wilson schon im Frühjahr 1913 eine besondere Session,
die den Tarif sofort in Angriff nahm. Eine Vorlage für eine allge
meine Revision war bereits von der Finanzkommission während
der Sitzungen des vorhergehenden Kongresses, der März 1913
endete, vorbereitet worden. Sie war die Basis einer neuen Vor
lage, die vom Hause sofort am 8. Mai genehmigt wurde. Im Senat
Sing die Sache allerdings langsamer. Während der ganzen
Sommersession fanden langwierige und resultatlose Debatten statt
and erst Ende September wurde die neue Vorlage angenommen.
Am 3^ Oktober wurde das Gesetz erlassen und trat sofort in
Kraft~*).
Sowohl im Repräsentantenhaus wie im Senat bewiesen die
Demokraten im krassen Gegensatz zu den uneinigen Republi
kanern eine bemerkenswerte Parteidisziplin. Der Parteiausschuß
stimmte für die Vorlagen, in der Form, wie sie von den Kom
missionen des „Hauses“ und des Senats vorbereitet waren: Partei-
2. 62. Kongreß (1911—1913):
Repräsentantenhaus: 228 Demokraten,
165 Republikaner.
Senat: 51 Republikaner,
43 Demokraten.
3. 63. Kongreß 1913—1915 (bei dem das Tarifgesetz von 1913
durchging):
Repräsentantenhaus: 286 Demokraten,
122 Republikaner,
21 Fortschrittler, Fortschritt!. Republ,
und Unabhängige.
Senat; 51 Demokraten,
44 Republikaner,
1 Fortschrittler.
*) Es wurde jedoch bestimmt, daß Wolle bis zum 1. Dezember 1913
nic ht zollfrei sein sollte und daß die Ermäßigungen für Wollwaren nicht
v or dem 1, Januar 1914 in Kraft treten sollten; auch die ersten Zollermäßi-
Sungen auf Zucker sollten erst mit dem März 1914 in Kraft treten. Das
kausschieben dieser Zollermäßigungen sollte den Importeuren und Fabri
ken Zeit geben, sich an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen.