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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
es muß aber doch erheblich umfangreicher als der Text sein.
Hauptsächlich Außen- und Innen-Ansichten des Hauses, dann
ein paar der wirkungsvollsten Bilder aus der Landschaft. Beim
Faltprospekt empfiehlt sich Mehrfarbendruck, namentlich das
moderne Offsetverfahren ist dafür sehr geeignet; die Wirkung
wird dadurch erhöht. Bei Wahl des Papieres achte man darauf,
daß es nicht zu leicht bricht, sondern biegsam und schmiegsam
ist. Sonst könnten die einzelnen Teile nach mehrmaligem Aus-
einanderfalten leicht zerfallen.
Ansichts-Postkarten. Es genügen einige hübsche Ansichten
vom Haus (besonders solche, welche die Aussicht von den
Zimmern und Balkonen aus widerspiegeln), einige Interieurs
und ein paar Gästezimmer. Wählt man farbige Postkarten, so
vermeide man allzu schreiende, unnatürliche Farben. Sie
wirken unschön und stoßen Menschen mit künstlerischem
Empfinden ab, statt sie anzuziehen. Auch hüte man sich davor,
den dargestellten Raum oder Gegenstand künstlich zu frisieren.
Es richtet mehr Schaden als Nutzen an. Der Reklameaufdruck
der Postkarte muß diskret, ganz unauffällig sein! Stempel-
aufdrucke vermeide man unter allen Umständen, sie sind
häßlich und gewöhnlich. Ich würde die Ansichtskarten billig,
ungefähr zum Selbstkostenpreis abgeben. Es macht einen
guten Eindruck, wenn der Gast in der Schreibmappe auf dem
Schreibtisch neben Briefpapier und Umschlägen auch einige
hübsche Ansichtskarten zum unentgeltlichen Gebrauch findet.
Je mehr in die Welt hinaus flattern, desto besser für das Hotel.
Es ist wirkungsvolle und fast kostenlose Reklame. Zum Schluß
noch ein Rat: Man beantworte Anfragen nur auf den eigenen
Ansichtskarten, falls der zur Verfügung stehende Raum für die
Antwort genügt. Es ist wirkungsvoller als eine nüchterne
Geschäftskarte.
Empfehlungskarten. Hierbei achte man auf gefälliges, vor-
nehmes Äußere. Der Grund hierfür liegt schon im Namen:
Empfehlungskarte. Sie ist die Visitenkarte des Hauses, zugleich
der Begleiter der Broschüre oder des Faltprospektes. wenn kein
Handschreiben beigefügt wird.
Werbebriefe werden am besten in Schreibmaschinenschrift
vervielfältigt, so daß sie den Charakter eines „Briefes‘‘ erhalten.
Die Anschrift muß extra eingesetzt werden, also nicht etwa
P. P. oder P. T. als Überschrift. Die Unterschrift in Faksimile.
Text ungefähr: Dank für Anfrage. Bitte um freundliche Auf-