Geldwert in der Geschichte.
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typisch und unmittelbar Gebrauchswerte an zeigen,
so dass dem, dessen Auge über die Ziffern hingeht, lebendige
Anschauung sich von der einen zur anderen schlingen kann.
Was ich hier an aufgegriffenen Beispielen hinsetzen kann, nehme
man nicht als Maßstab für die Möglichkeiten ausgereifter Forschung.
Wenn wir für Rostock um 1530 die Skala nach unten
hin ausführen, so werden wir etwa mit der Angabe beginnen,
daß ein armes Ehepaar in seinem Testament seine sämtliche
Habe auf 40 m. anschlägt, und werden das nun zu spezifizieren
suchen, indem wir mitteilen, daß ein Bett 4—5 m., ein „kleines
Bett“ 2 m., ein Kessel 1—9 m., ein zinnener Topf 4 s., ein
Leuchter 5—17 s., ein Korb 2 s., eine Kiste 12 s. kosten, und
so fort, bis wir die 40 m. voll hätten, worauf wir durch Registrierung
der Luxusgegenstände allmählich in den Bereich der
oberen Klassen Vordringen würden. Besonders Rechnungen über
Verkauf konfiszierter Güter sind dafür von großem Wert. Da
die Stadt Häuser und Zimmer vermietet, wissen wir, daß die
Jahresmiete eines Hauses 10—14 m. und mehr, die einer Wohnung
für 1—2 Personen 2—9 m. beträgt. Die Kleidung läßt
sich sowohl im ganzen, wenn nämlich die Naturalleistungen ahgelöst
sind (vgl. oben S. 30), als auch vielfach im einzelnen
nachweisen. So kosten ein Paar Hosen 20 s., ein alter Rock 23 s.,
2 Ellen Rostocker Tuch für einen neuen Rock 14 s., ein Paar
Schuhe 8 s. Zahlreich sind Einzelangaben wie solche, daß ein
Lferd 40—70 m., ein Ochse 13—15 in., eine Kuh 8 m., eine
Kuhhaut 7 2 —l 1 / 2 m - koste, daß ein Mann, um einen Ochsen
von Rostock 272 Stunden weit nach Warnemünde zu bringen,
2 s. erhält. Auch sei speziell auf die Abrechnungen mit Handwerkern
aller Art verwiesen; oft genug werden die ausgeführten
Arbeiten oder gelieferten Gegenstände äußerst genau mit den
Preisen spezifiziert. Den Lebensmittelpreisen muß man vor allem
von oben her beizukommen suchen, von Angaben her wie etwa
Unterhaltungskosten von Gefangenen, Kranken oder den Bewohnern
der „Dullenkiste“, Rechnungen über Verproviantierung
von Schiffen mit bestimmter Besatzung usw.
Man sollte, weil unnötiger Ballast alle Anschaulichkeit verdirbt,
streng daran festhalten, in solche zusammenfassenden