Full text : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

IX.

Schlusswort.

Die  schweizerischen  Lokal-  und  Mittelbanken  haben  gegenwärtig  keine
leichte  Stellung,  denn  das  Gebiet  des  Kreditwesens  ist  ausserordentlich
stark  konkurrenziert.  Erstens  kommt  die  mächtige  Gruppe  der  im  Kartell
schweizerischer  Banken  vereinigten  Grossbanken  mit  auf  Ende  1912

folgenden  Kapitalien:
Schweizerischer  Bankverein,  Basel  ....  Er.  82,000,000.—
Schweizerische  Kreditanstalt,  Zürich  ...  „  75,000,000.—
Eidgenössische  Bank,  Zürich  ,,  36,000,000.—
A.-G.  Leu  &  Co.,  Zürich  ,,  36,000,000.—
Schweiz.  Bankgesellschaft,  Winterthur  und
St.  Gallen  „  35,000,000.—
Union  Financiere,  Genf  „  12,000,000.—
Schweiz.  Volksbank,  Bern  „  63,000,000.—

Kantonalbank  von  Bern  (bei  den  Kantonalbanken ­
  mitgezählt  ,
Er.  339,000,000.—
Daneben  steht  als  ebenfalls  mehr  oder  weniger  geschlossene  Gruppe
der  Verband  schweizerischer  Kantonalbanken  mit  auf  Ende  1912
rund  242  Millionen  Franken  Dotationskapital.  Dazu  kommen  noch  eine
Reihe  von  grossen  Hypothekenbanken,  die  entweder  ebenfalls  staatliche
Institute  sind  oder  dann  durch  Anlehnung  an  eine  grosse  Handelsbank  ihre
Position  auf  dem  Kapitalmarkt  gekräftigt  haben.  Eine  Anzahl  von  Grossbanken ­
  nahestehenden  Trustbanken,  dann  Leihkassen,  Spar-  und  Leihkassen ­
  und  Sparkassen  vermehren  die  Konkurrenz  im  Wettstreit  um  die
verfügbaren  Kapitalien  der  Volkswirtschaft.
Nachdem  nun  der  Zusammenschluss  der  Lokal-  und  Mittelbanken
nicht  zustande  gekommen  ist  und  vielleicht  in  der  geplanten  Art  überhaupt
nicht  zur  Tat  werden  wird,  liegt  wohl  zunächst  das  einzige  Mittel,  das  die
mittleren  und  kleineren  Institute  zur  Verfügung  haben,  um  ihre  Stellung
            
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