7. Titel: Werkvertrag. S& 651. — 8. Titel: Mählervertrag. Einleitung, 1139
daß der Unternehmer den Hauptitoff (f. oben Bem, IN Liefert und diefer
natürlich auch bi8 zur Üebergabe ihm gehört, möährend die SS 647, 648 doch
nur auf Gegenitände von Wirkung fein können, welde nicht dem Unter-
nehmer (vielmehr in der Regel dem Befteller) gehören (Lotmar Bd. 1
S, 212 ff. tadelt die Ausnahme der $S 647, 648).
„. V. Daß die Beftimmungen des $ 651 mur dispofitiver Natur find, ft zweifellos
(übereinftimmend Dertmann und Plan). Vol. hiezu, auch oben Bem. 11, 2, a und IV
a. Y., ferner aber au Riezler S. 52, Lotmar Bd. 1_S. 206, aud NGE. Bd. 13 S. 211.
Ueber einen Sal, in welchem ohne weitere Übhrede die Normen des Kaufes alS
auSgefchloffen gelten müflen, f. oben Bem. II, 1, g.
VI. Der fog. unregelmößige Werklieferungsbertrag beftebt darin, daß dem
Unternehmer zwar der Stoff geliefert wird, daß e5 ihn aber reiftebt, den Stoff durd
anderen zu erfjeßen (val. hierüber MM. 11, 477, MWindfhHeid-Rıpp ILS 401 Anm. 12, Riezler
a. aD. $ 42, Crome, Syitem 118 271). Diejes Verkragsgebilde Iommt beionderS häufig
S der Hausinduftrie vor, aber auch onft, 3. B. Hingabe von Gold zur Fertigung eines
Ss ömudgegenitandes, Die Barteiabficht geht hier regelmäßig dahin, daß der Unternehmer
ie Gefahr des zufälligen UntergangS oder einer zufälligen Berfchlechterung des Stoffes
zu tragen hat, daß _er aber auch gegen anderweitige Herftellung des Werks über den Stoff
verfügen ann ({. Crome a. a. D.). Wal. aber auch Lotmar Bd. 2 S, 851 ff, Bd. 1 S. 208.
Rei Von verichiedenen Seiten vgl. Crome a. a. DO. Mandry-Geib, Zivilr. Inhalt der
eidhSgejebe S 47 Note 5, a, Hellwig, Verträge auf Heiltung an Dritte S. 530 ff.) wird
aud) die Voltanmeijung hieher gezählt, ). aber au VBorbem. VIE vor $S 783.
, VIL Der Werkieferungsvertrag im HandelSrechte (vgl. Neumann Bem. 6, Staub
im Erlur8 vor S 373 HOB. Ann. 5, Aronacher, Der WerklieferungSvertrag nach
$ 381 Hbf. 2 HOB.). _
a) Da der auf Heritellung einer vertretibharen Sache gerichtete Werk-
(ieferungsvertrag. al Kauf zu behandeln ift, {jo liegt ein Gandelskauf
CS 375 48) vor, fojern der Vertrag überhaupt fi als GandelSgefchäft dar-
itellt. (8 377 S8B3. — Pflicht zur unverzüglichen Meise hmuna
Bein Vertrag auf GHeritellung einer nicht vertr etbaren Sache findet
3 381 Ubi. 2 SGB. Anwendung (f. hiezu auch S 406 Abi. 2 HGB. beim
Rommifjionsgefchäfte). Vol. auch Lotmar Bd. 1 S. 211 ff. Gin:
zumweifen it Darauf, daß S 381 Mol. 2 HGB. nur die Beitimmungen des
2, Abichnitt8 im 3. Buche des HOB. für anwendbar erklärt (menn aus
einem für den Unternehmer zu beichaffenden Stoffe eine nicht vertretbare
bewegliche Sache herzuiellen 5; fall daher ein Werkvertrag über eine
nicht vertretbare Sache vorliegt, {o wird an der Nichtanwendbarkfeit der
Beitimmungen über den Kaufvertrag aus 8 651 BOB. durch S& 381 Abi. 2
vr nichts geändert f. Urt. d. Kammerger. in D. zunß 1903 S. 322).
al. au Thüring. Sl. Bd. 52 S. 2835 #. über daS Verhältnis de8 $ 381
6GB. zum $ 651. .
us der Rehtipredhung val. über das NBerhältni8 de3 8651
und des 8 381 HGB. ferner RKOES. Bayr. 3. f. ®. 1907 S., 172,
3. Dr S. 669 Nr. 3 (Rammerger.), Warneyer Erg.-Bd. 1910 S. 247
y. 238.
AOter Titel.
Müklervertrag.”)
(Erläutert von Dr. Karl Kober.)
Einleitung.
2, Im früheren Nechte Hatte der jet fog. Mälklervertrag nur eine vertümmerte Bes
Sandlung gefunden. Schon im römtihen Rechte {pielte der proxeneta und das proxeneticum
eine nicht8 weniger al begünftigte;RoNe. Verjhiedene neuere, Partikularrechte, wie 3. BY
*) Literatur: Niefenfeld in Gruchot, Beitr, Bd. 36 S. 790 ff. Bi.137 S. 27 ff.,
257 {f., 530 ff, 814 ff.; Heuling dajelbit Bb. 40 S. 209 ff; RNoZpatt ebendort Bd. 45
S. 546 {f.; Yacujtel, DaZ Recht der Agenten und Mäkler, 2. Aufl, Berlin 1904; Bur-
Hard in den Verhandlungen des 24. Deut{hen Furtjtentag3 Bd. 2 S. 235 ff. Neubauer
im Arch. f. bürgerl. N. Bd. 6 S. 1 f.; Crome, Bartiar. Kechtsgefjdhäfte S. 411 ff;
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