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Die Banken mit den höchsten Kreditorengeldern waren auf Ende 1911:
Creditanstalt St. Gallen .... 14,45 Millionen Pranken,
Bank in Luzern 13,88 „ „ (seither an die
Schweiz. Kreditanstalt ühergegangen).
Handwerkerbank Basel .... 9,15 Millionen Franken,
Banque de Montreux 8,99 ,, „
Comptoir d’Escompte de Geneve 7,16 ,, ,,
Aargauische Creditanstalt . . . 5,82 ,, ,,
3. Das Sparkassengeschäft.
Wie schon im II. Kapitel ausgeführt wurde, hat sich ein Teil der zu
unserer Gruppe zählenden Institute aus früheren Sparkassen oder Spar
und Leihkassen entwickelt. Für viele von diesen bildet auch jetzt noch das
Sparkassengeschäft einen Hauptzweig ihrer Tätigkeit. Wenn ja auch die
in den Statuten niedergelegte Zweckbestimmung nicht immer völlig zu
treffend ist, so zeigt doch die auch jetzt noch oft wiederkehrende Formel,
dass das Institut „Fleiss und Sparsamkeit fördern wolle“, oder „Gelegen
heit bieten wolle, kleinere und grössere Summen gegen Verzinsung sicher
anzulegen“ usw., dass dieses Geschäft für viele heutige Lokal- und Mittel
banken der Ursprung war. Im Laufe der Zeit allerdings hat das Sparkassen
geschäft für die meisten Institute gegenüber den neu hinzugekommenen
Geschäftszweigen an Bedeutung verloren. Für die im Sparkassengeschäft
angelegten Summen ergeben sich für die Jahre 1906 bis 1911 folgende
Zahlen:
SPARKASSEN GELDER
in 1000 Franken
Kapital Fr.
1906
1907
1908
1909
1910
1911
Gruppe I . . . . 500,000
22,143
21,270
21,761
20,417
18,562
19,701
Gruppe II 500,001—1,000,000
34,353
29,025
29,007
36,144
40,312
32,981
Gruppe III 1,000,001—5,000,000
74,550
89,004
95,244
95,127
102,734
111,477
Gruppe IV . über 5,000,000
11,631
11,697
12,202
15,029
17,651
21,433
Total
142,677
150,996
158,214
166,717
179,259
185,592