Full text : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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Hypothekarinstitute  sind,  den  grossen  reinen  Hypothekarbanken  der  Städte
und  den  vielen  Spar-  und  Leihkassen,  die  vielfach  im  Hypothekargeschäft
ihre  Hauptanlagen  finden.
Und  doch  wäre  für  viele  Gegenden  die  Tätigkeit  der  Lokal-  und  Mittelbanken ­
  auch  auf  dem  Gebiet  des  Hypothekarkredites  schwer  zu  missen.
Im  Gegensatz  zu  einzelnen  grossen  Hypothekar-Aktienbanken  konzentrieren ­
  sie  im  allgemeinen  ihr  Hypothekengeschäft  gemäss  ihren  statutarischen ­
  Bestimmungen  auf  die  Schweiz,  ja  in  sehr  vielen  Fällen  auf  ihren
engern  Kanton.  Selbst  das  grösste  Institut  in  dieser  Beziehung  ist  vorwiegend ­
  lokal  orientiert.  Beträgt  doch  der  Hypothekarbestand  der  Handwerkerbank ­
  Basel  per  31.  Dezember  1912  im  ganzen  64,9  Milhonen  Franken,
wovon  44,7  Millionen  Franken  auf  Basel,  4,9  Milhonen  Franken  auf  die  übrige
Schweiz  und  15,2  Millionen  Franken  auf  das  Ausland  entfallen.  Die  Bank
schreibt  über  diesen  Punkt:  „War  in  früheren  Jahren  das  Hypothekengeschäft ­
  auf  unsere  Stadt  beschränkt,  so  hat  sich  dies  jetzt  insofern  geändert, ­
  als  wir  nun  auch  mit  der  übrigen  Schweiz,  sowie  mit  Deutschland,
vorzugsweise  der  badischen  und  elsässischen  Nachbarschaft  in  Beziehung
getreten  sind.  Immerhin  ist  unser  Hypothekengeschäft  mit  dem  Ausland
kein  regelmässiges,  und  bis  jetzt  ist  ein  solches  auch  nicht  beabsichtigt
gewesen.  Es  handelt  sich  um  Ausnahmefälle,  die  von  Fall  zu  Fall  genau
geprüft  werden  und  die  selbstverständlich  neben  lohnenden  Bedingungen
alle  wünschbaren  Garantien  bieten  müssen....  Wir  halten  es  überhaupt
sowohl  aus  wirtschaftlichen,  als  'auch  aus  banktechnischen  Gründen  für
zweckmässig,  auf  das  Ausland  Forderungen  zu  haben.“
Neben  ersten  Hypotheken,  die  im  allgemeinen  zu  billigen  Bedingungen
bei  den  Kantonalbanken  und  auch  bei  Sparkassen  plaziert  werden  können,
sind  die  Hypotheken  der  Lokal-  und  Mittelbanken  vornehmlich  Nachhypotheken, ­
  die  durch  Faustpfänder  und  Bürgschaft  noch  ergänzt  werden.  Für
erste  Belehnungen  schreiben  die  Geschäftsbedingungen  meist  vor,  dass  sie
nur  50%  bis  2 / 3  des  Verkehrs  wertes  betragen  dürfen.  Inbezug  auf  die  Art
der  Hypotheken  schreibt  der  Jubiläumsbericht  der  Handwerkerbank
Basel,  dass  bei  Einführung  des  Hypothekengeschäftes  in  den  Geschäftskreis ­
  der  Bank  (1866)  gerade  die  Tatsache,  dass  ganz  besonders  Nachhypotheken ­
  auf  Liegenschaften  schwierig  zu  erhalten  seien  und  nur  zu  erschwerten
Bedingungen  Abnehmer  und  Belehner  finden,  sie  veranlasste,  hier  helfend
einzugreifen,  damit  der  gewerbetreibende  Hausbesitzer  seine  Mittel  zum
Betriebe  des  Geschäftes  flüssig  machen  könne.  Auch  die  Bank  in  Langnau
schreibt  in  ihrem  Rückblick  (1910),  dass  die  Darlehen  im  ersten  Rang  fast
ausschliesslich  in  die  Tätigkeit  der  Amtsersparniskassen  fallen,  die  infolge
            
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