Contents: Mexico

Bodenbeschaffenheit. 
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Wert zwischen beiden Extremen eine Mittelstellung ein. 
Während sie für Viehzucht sich noch gut eignen und bei reich- 
lichem Mineralvorkommen. selbst größere Siedlungen mit leb- 
haftem Betrieb zur Entwicklung bringen können, entziehen sie 
sich dem höheren, durch gründliche flächenhafte Bodenbearbei- 
sung vorbereiteten Ackerbau wegen der Abschwemmungsgefahr 
und der Unmöglichkeit des Pflügens, indes der primitive Pflanz- 
stockbau der Indianer hier noch in weitem Ausmaß betrieben 
wird. In feuchten Gebieten werden auch Baumpflanzungen noch 
häufig an mäßig geneigten Flächen angelegt (am häufigsten 
Kaffee), da tiefreichende Pfahlwurzeln und der oft noch durch 
Schattenbäume verstärkte Bodenschutz durch die Baumkronen 
selbst die Abschwemmung auf ein erträgliches Maß herabsetzt. 
Waldwirtschaft findet keinerlei Hemmung an der Neigung 
selbst, es sei denn, daß diese den Abtransport der Stämme oder 
sonstigen Walderzeugnisse oft schon wesentlich erschweren 
kann. 
Die Ausdehnung mäßig geneigter Flächen ist in Mexico 
beträchtlich, aber zahlenmäßig noch nicht genauer bestimmbar. 
Wenn die mäßig und stark geneigten Flächen für Wirt- 
schaft, Siedlung und Verkehr im allgemeinen als Flächen 
geringerer Eignung erscheinen, so können sie anderseits in. den 
Trockengebieten des Landes wegen des an ihnen verstärkten 
Regenfalls doch für Land- und Waldwirtschaft vor den ehenen 
Flächen begünstigt erscheinen. 
2. Bodenbeschaffenheit. 
Die Beschaffenheit des Bodens ist in dem viel- 
yestaltigen Land natürlich äußerst mannigfaltig, entsprechend 
ler Verschiedenartigkeit der anstehenden Gesteine und des 
Klimas. Tiefgründiger Boden ist außerhalb der Tropen fast nur 
auf den Flächen geringer Neigung vorhanden, während er in 
den feuchten Tropen vermöge der tiefgreifenden chemischen 
Verwitterung und des kräftigen Waldschutzes vielfach auch an 
Berghängen zu:finden ist. In trockeneren Gegenden, wo die 
mechanische Verwitterung vorherrscht, halten sich die Ver-
	        
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