Object: Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

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Montags Ballen nach Frankfurt und Stuttgart, Samstags nach Leipzig, 
außerdem Postpakete nach Leipzig und Frankfurt jeden Donnerstag. 
Auch in anderer Beziehung suchte der Verlagsverein die In 
teressen seiner Mitglieder wahrzunehmen. Als die preußische 
Verfassungsurkunde vom 5. Dezember 1848 in § 24 erklärte, daß 
„die Preßfreiheit weder durch Censur, noch durch Concessionen 
und Sicherheitsbestellungen, weder durch Staatsauflagen noch 
durch Beschränkungen der Druckereien und des Buchhandels 
beschränkt, suspendirt oder aufgehoben werden“ dürfe, waren 
auch die Notwendigkeit der behördlichen Genehmigung des Buch 
handelsbetriebes und die Buchhändlerprüfung" 3 gefährdet. Das 
war aber nicht nach den Wünschen des an dem Bestehenden 
festhaltenden Kreisvereins, der sich nun auf seine eigenen Gesetze 
zur Regelung dieser Verhältnisse angewiesen sah, was erheb 
liche Erregung hervorrief. 
Als Verlag ist der Kölner Verlagsverein, soviel festzustellen 
ist, nur mit einem Unternehmen hervorgetreten: mit der von 
der Bonner katholisch-theologischen Abteilung der Hochschule, 
bestehend aus den Professoren Dieringer, Hilgers, Scholz und 
Vogelsang, unter Redaktion des Erstgenannten seit dem 1. Juli 
1844 herausgegebenen „Katholischen Zeitschrift für 
Wissenschaft und Kunst“, die in monatlichen Heften von 
acht Druckbogen oder vier Bünden im Jahre erschien. Sie enthält 
in ihrem ersten Halbjahr u. a. einen Artikel von August 
Reichensperger über die christlich-germanische Baukunst 
und ihr Verhältnis zur Gegenwart. Bis zum Ende des Jahres 
1846 erschien sie (zuletzt mit 331 Beziehern) in Köln, worauf sie 
von dem Herausgeber unter dem Titel „Katholische Vierteljahrs 
schrift für Wissenschaft und Kunst“ in Umfang von 12 bis 
13 Bogen im Verlag der Schwannschen Buchhandlung in Köln 
und Neuß noch einige Jahre fortgeführt wurde. Der Preis wurde 
von 6 Taler auf 3 Taler 10 Sgr. für den Jahrgang herabgesetzt. 
7. Der Buchverlag von 1840 bis zum Tode Lambert 
Bachems 1854. Beginn der Tätigkeit Josef Bachems. 
Der älteste Sohn Lambert Bachems, Josef Wilhelm Peter, 
war bei Aufhebung des Falliments noch nicht 20 Jahre alt. Ueber 
seinen Lebenslauf lassen wir ihm am besten selbst das Wort,
	        
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