Full text : Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Frankreichs  Bank-  und,  Finanzwirtschaft.

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31.  Dezember  1915  992,00  Milk  Frcs.
31.  Januar  1916  1019,00  „  „
29.  Februar  1916  1022,00  „  „
31.  August  1916  1x59,00  „  „
Gleichzeitig  ist  diese  Bewegung  auch  von  einer  Erhöhung  der  Barbestände ­
  begleitet,  die  z.  B.  beim  Credit  Lyonnais  in  den  ersten  zwei  Monaten
des  Jahres  1916  rund  87,00  Mill.  Frcs.  ausmachte.  Diese  Zunahme
der  Kassenbestände  hält  sich  bei  den  anderen  Banken  zwar  in
mäßigen  Grenzen,  ist  aber  doch  vielfach  zu  beobachten.  Sie  dürfte
auf  die  Zunahme  der  Depositengelder-Einlagen  in  erster  Linie  zurückzuführen ­
  sein,  dann  aber  auch  möglicherweise  eine  Folge  der  Einschränkung ­
  und  des  Abbaus  der  anderen  aktiven  Geschäfte  darstellen.  In  der
Lombardgewährung,  gegen  Effektensicherung,  wird  strengste  Zurückhaltung ­
  geübt,  Vorschüsse  zur  Effektenspekulation  sind  infolge  des  Börsenschlusses ­
  und  des  Kassahandels  seit  der  Wiedereröffnung  fortgefallen. ­
  Mit  der  Unmöglichkeit  des  Verkaufs  von  Effekten  und  der  Realisierung ­
  der  Reportengagements  war  bei  diesen  Aktiva-Posten  zwar
eine  gewisse  Verkalkung  eingetreten,  die  aber  bald  gelöst  werden
sollte.  Die  Mobilisierung  der  hier  festgelegten  Gelder  setzte  im  Verlauf
des  Jahres  1915  in  fast  unmerklicher  Weise  ein,  als  nämlich  die  Pariser
Börse  sich  stark  genug  wähnte,  den  freien  Verkehr  im  beschränkten
Umfange  wieder  aufzunehmen  und  das  Börsenmoratorium  vom  Ultimo
Juli  1914  mit  Unterstützung  der  Notenbank  aufzulösen.  Der  Abbau  der
durch  dieses  Moratorium  gebundenen  Kapitalien  erfolgte  unter  Förderung ­
  der  Banken  langsam,  auch  nicht  restlos.  Einen  solchen  systematischen ­
  Abbau  haben  vornehmlich  die  größeren  Banken  betrieben,
und  für  den  Grad  der  Schnelligkeit  sind  einige  Ziffern,  die  aus  den
Bilanzaufstellungen  des  Comptoir  National  hervorgehen,  bezeichnend.
Am  31.  Dezember  1914  wies  es  noch  einen  Bestand  von  50,00  Mill.  Frcs.
auf  und  Ultimo  1915  nur  noch  von  21,00  Mill.  Frcs.
Auf  Debitoren-Konto  ist  nach  den  ausgewiesenen  Summen  durchgehends
  ein  scharfer  Rückgang  zu  verzeichnen.  Über  diesen  Posten,
der  vielfach  auch  den  führenden  französischen  Kreditbanken  als  das
bekannte  Sammelsurium  dient,  können  aus  den  Bilanzziffern  keine
sicheren  Schlüsse  gezogen  werden.  Möglich,  daß  die  Banken  den  Debetzins ­
  so  hoch  aufsetzten  und  hielten,  daß  die  Kunden  es  vorzogen,  für
schnelle  Ablösung  Sorge  zu  tragen.  Weiterhin  können  die  Buchkredite,
die  über  Debitoren  laufen,  z.  T.  auf  anderen  Konten  eine  ausgleichende
Verbuchung  erfahren  haben.  Viel  wahrscheinlicher  ist  die  Vermutung,
daß  die  Mehrzahl  der  Debitoren  aus  eigener  Kraft  und  freiwillig
ihre  Schulden  tilgten,  weil  sie  durch  die  Kriegskonjunktur,  die
sich  durch  raschen  Umsatz,  bare  Zahlung  und  hohen  Verdienst  auszcichnet,
  zu  neuen  Geldern  gelangt  sind.  In  dem  Maße  nun,  wie  die
Debitoren  abnahmen,  können  die  Kreditoren  auf  der  Passivseite  gewonnen ­
  haben,  wie  es  auch  die  Bilanzen  einer  Reihe  von  Banken  tatsächlich ­
  anzeigen.  Gewiß  nur  eine  Vermutung,  denn  das  wechselvolle
            
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