Full text: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Erwin Respondek, 
Gesamtausgaben des Staatsschatzes während des Krieges. 
Zeitperiode: i. August 1914 bis 31. Dezember 1916 (in 1000 Frcs.) 
Zeit 
Heer 
Schulden 
dienst 
Soziale 
Fürsorge 
Lebensmittel 
für Zivil 
bevölkerung 
Andere 
Ausgaben 
Gesamt- 
Ausgaben 
1914. x. Aug. bis 31. Dez. 
1915. 1. Jan. bis 31. Dez. 
1916. 1. Jan. bis 30. Sept. 
1. Jan. bis 31. Dez. 
5 867 251 
15 767 099 
16 817 000 
23 660 575 
60 332 
I 9OO 024 
1 219 OOO 
2 998 789 
494 466 
2 711 043 
2 935 000 
3 290 242 
20 000 
l66 800 
21 OOO 
147 386 
2 261 124 
1977 000 
2 394 244 
6 589 435 
22 806 090 
22 969 000 
32 343 850 
Gesamtausgaben des Schatzamtes pro Monat und Tag. 
(In Mill. Frcs.) 
Zeit 
Monate 
Ausgaben 
Insgesamt 
pro Monat 
Davon 
militärische 
Ausgaben 
pro 
Tag 
1. Aug. bis 31. Dez. 1914 . . . 
5 
1365,00 
805,00 
44,7° 
1. Jan. bis 30. Juni 1915 . . . 
6 
1665,00 
1100,00 
55,50 
1. Juli bis 30. Sept. 1915 . . . 
3 
1870,00 
1300,00 
62,00 
1. Okt. bis 31. Dez. 1915 . . . 
3 
2150,00 
1570,00 
69,00 
1. Jan. bis 31. März 1916. . . 
3 
2505,00 
1750,00 
83,50 
1. April bis 30. Juni 1916 . . 
3 
2829,00 
2111,00 
94,00 
1. Juli bis 30. Sept. 1916 . . 
3 
2837,00 
2155,00 
95,oo 
1. Okt. bis 31. Dez. 1916 . . 
3 
3044,00 
2200,00 
101,50 
zu werden. Schon die absoluten Ziffern wirken so überwältigend auf 
den Prüfenden, daß es genügt, sie einfach zu nennen. Der fran 
zösische Finanzminister hat aber in seinem Expose für die eigene Finanz 
wirtschaft einen recht bemerkenswerten Vergleich zwischen den Kriegs 
kosten sowie den Einnahmen des Schatzamtes der Jahre 1915 und 1916 
gezogen, der in seinen wesentlichen Punkten hier in ausgewählter Zu 
sammenstellung wiedergegeben werden möge. 
Es ist schon mehrfach darauf hingewiesen worden, daß mit der 
Ausdehnung der Kriegsschauplätze und der immer ausgeprägteren tech 
nischen Kriegführung mit Artillerie und wieder Artillerie, mit Pionier 
arbeit und Luftkämpfen neben den laufenden Ausgaben für Soldaten 
und Offiziere die Lasten sich stets erhöhten. Das Plus an militärischen 
Aufwendungen findet seine Erklärung ausschließlich auf diesem Ge 
biete. In seinem Berichte stellte der Finanzminister auch fest, daß von 
der Zunahme der Kreditforderungen für 1916 gegenüber 1915 in Höhe 
von 9645 Mill. Frcs. allein 8402 Mill. Frcs. auf die erhöhten Ausgaben 
für die Landesverteidigung zurückzuführen sind. Das Plus des Jahres 
1916 übertrifft das des Jahres 1915 um volle 50 %. Und eine große 
Reihe von Daten, die einen Begriff von der Verteilung des Mehraufwandes 
auf die einzelnen Posten veranschaulichen soll, zeigt, welch hohe An 
forderungen die technische Kriegführung stellt. An erster Stelle stehen 
die Aufwendungen für die stärkste und weitest ausgebaute Waffe, die 
Artillerie, mit 4990 Mill. Frcs. Dies bedeutet, daß nicht weniger als 59,3 %
	        
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