Full text : Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Frankreichs  Bank-  und  Finanzwirtschaft.

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der  vollen  Zunahme  allein  auf  die  Artillerie  zu  verbuchen  sind.  In
weitem  Abstande  von  diesem  Posten  [folgen  sodann  die  Mehrausgaben
für  1916  gegenüber  1915:
in  der  Luftschiffahrt  658,00  Mill.  Frcs.
im  Geniekorps  277,00  „  „
für  Bauten  und  Ausrüstungen  der  Pulverfabriken.  .  .  .  260,00  „  „
für  Eisenbahnen  142,00  „  „

Auch  der  Sold  für  die  Truppen  weist  eine  beträchtliche  Zunahme
auf.  Sie  belief  sich  auf  rund  239  Mill.  Frcs.,  obwohl  die  Heeresverwaltung ­
  bestrebt  war,  die  Ausgaben  nach  Möglichkeit  zu  verringern.  Weiterhin ­
  erforderten  einen  Mehraufwand;
Zuweisungen  und  Unterstützungen  an  die  Familien  der
Mobilisierten  434.oo  Mill.  Frcs.
Verpflegung  der  Truppen  706,00  „  ,,
deren  so  auffällige  Zunahme  mit  dem  Kaufzwange  im  Auslande  zu  den
allseitig  erhöhten  Preisen  und  Wechselkursen  erklärt  wird.  Für  den
ausgedehnten  Fuhrpark  wurden  an  Brennmaterialien,  Zutaten  für  Automobile ­
  und  Flugzeuge  163  Mill.  Frcs.  mehr  aufgewendet.
Transportkosten,  Truppenverschiebungen  u.  ä.  erforderten  ein  Plus
von  287  Mill.  Frcs.,  Fourrage,  aus  Gründen  des  hohen  Preisstandes
319  Mill.  Frcs.  Als  neuer  Posten  wird  noch  die  Anwerbung  von  kolonialen ­
  und  exotischen  Arbeitern  aufgeführt  mit  rund  63  Mill.  Frcs.
Auf  der  ganzen  Linie  ist  also  eine  umfangreiche  Zunahme  der  einzelnen ­
  Posten  in  der  Kriegsrechnung  zu  verzeichnen,  —  abgesehen  von
den  Ausgaben  für  Bekleidung,  Lagerung,  Schlafräume  usw.,  die  um  133
Mill.  Frcs.  und  vom  Sanitätsdienst,  die  um  41  Mill.  Frcs.  vermindert
werden  konnten  —  die  mit  der  Fortsetzung  des  erbitterten  Kampfes
nicht  stehen  bleiben  wird,  sondern  sogar  in  der  Folgezeit  noch  eine
Steigerung  erfahren  dürfte.
Auch  das  Zivil-Budget  1916  weist  im  Vergleiche  zum  Vorjahre  eine
Zunahme  von  1243  Mill.  Frcs.  auf,  von  der  gegen  1032  Mill.  Frcs.  allein  für
den  Zinsendienst  der  Staatsschulden  abzusondern  sind.  Hier  kommt
die  hohe  Last  der  bisherigen  Schuldverpflichtungen  deutlich  zum  Ausdruck, ­
  die  in  ihrer  jetzigen  absoluten  Größe  um  so  unangenehmer  wirkt,
als  es  doch  für  jeden  einsichtigen  Fachmann  klar  ist,  daß  sie  in  den  vielen
Jahren,  in  denen  die  verbündeten  Regierungen  noch  Krieg  gegen  die
Zentralmächte  führen  wollen,  zu  einer  möglichen  Lähmung  oder  teilweisen ­
  Vernichtung  der  wirtschaftlichen  Kraft  im  Lande  ausreifen
können.  Eine  Zunahme  von  125  Mill.  Frcs.  weist  auch  der  Dienst  für
die  Unterstützung  der  Flüchtlinge  und  Evakuierten  auf.
An  diesem  Ort  Wären  gewiß  einige  Vergleiche  unter  Heranziehung
amtlicher  Angaben  zwischen  den  einzelnen  verbündeten  und  feindlichen
Kriegsstaaten  angebracht.  Sie  können  aber  leider  nicht  gezogen  werden,
da  von  fast  sämtlichen  anderen  Kriegführenden  keine  öffentlichen  Bekanntmachungen ­
  vorhegen.  Sie  sind  vielleicht  auch  entbehrlich,  denn
            
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