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Erwin Respondek,
kraft, die gegen die erste Kopflosigkeit der großen Menge notwendig waren.
Sie selbst waren geschwächt und mußten Schutz durch einschneidende
gesetzliche Maßnahmen suchen. Nun aber, wo diese Lage einmal durch
erst später klar und endgültig bestimmbare Ursachen geschaffen war, galt
es der Erkenntnis und dem Ruf; Produktion und Konsumtion wie früher,
einen Untergrund für die Verwirklichung zu geben. Dieser lag in einer
weiten Kreditzuführung durch die Banken an die Regsamen und eine stete
Zuweisung von Arbeit seitens der Konsumenten. Für das letzte Bedürfnis
sorgte der Staat als größter Konsument und für das erstere in überwiegendem
Maße die Bank von Frankreich. Der Verkehr und die Wirtschaftenden
selbst suchen die Wirksamkeit der von diesen beiden Quellen zufließenden
Mittel durch eigene Anstrengungen zu erhöhen. In verständnisvoller
Erkenntnis der großen Bedeutung einer freien, von keinem Gesetz
eingeschränkten, wirtschaftlichen und gewerblichen Tätigkeit arbeiten
sie willig nach bestem Können an der Befreiung von jenen Fesseln mit.
Dies zeigt recht deutlich die ununterbrochene Abnahme der Morato
riumswechsel in den Ausweisen der Notenbank. Freilich kann die ge
samte wirtschaftliche Tätigkeit im besonderen mit Hilfe der Noten
bank nicht in dem Maße zur Entfaltung gebracht werden, wie es für
innen wirtschaftliche- und Kriegsbedürfnisse erforderlich ist. Immer
wieder greift der Staat auf die Notenbank direkt zurück, um seine
Kriegskosten teilweise mit Banknoten zu zahlen. Ausschließlich An
leihe-Titel kann er nicht als Ausgleich für die gewaltigen Lieferungen
an Kriegsgütern, Leistungen an Arbeit und sonstigen Werten hingeben.
Er ist immer auf die Notenbank angewiesen. Und diese hohe Inan
spruchnahme der Zentralnotenbank zur Kriegführung bindet ganz er
heblich die Bewegungsfreiheit und Leistungsfähigkeit der Bank von
Frankreich für die heimische Wirtschaftsführung.
Milliarden sind noch nötig zur weiteren Finanzierung des Krieges.
Sie werden, wenn die anderen kleineren und weniger zuverlässigen Quellen
nicht hinreichen sollten, von der Notenbank geliefert werden müssen.
Denn aus dem Auslande fließen nur spärliche Kapitalien. Das Volk
kann sich nur langsam entschließen, auch an seinem Gut Opfer zu bringen.
Milliarden sind noch nötig zum Wiederaufbau alles dessen, was
der Krieg vernichtet hat, was zur Heilung der tiefen Wunden in der
Wirtschaft notwendig ist, was einen möglichen Ersatz für die vielen
unschätzbaren Verluste der kostbarsten aller Reichtümer, der mensch
lichen Arbeitskräfte, dienen könnte. Die Lasten der Kriegsentschädi
gungen an Departements und Gemeinden, Eisenbahnen und Schiffahrt,
die Wiederherstellung des durch den Krieg zerstörten Wirtschaftslebens,
der Industrie, des Handels, die gleichfalls hohe Summen erfordern,
sind ins Unermeßliche gewachsen. Selbst wenn das Nationalvermögen
der französischen Republik auf etwa 250—280 Milliarden Frcs. ver
anschlagt werden kann, das so noch große Renten-Anleihen und hohe
Steuern zu tragen vermag und auch die Geschichte lehrt, daß der natür
liche Reichtum an Bodenfrüchten und -schätzen des Landes seine Wunden