Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft.
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Bewegung der Einfuhr und Ausfuhr (in Mül. Frcs.).
Monatsweise zusammengefaßt ab i. Januar jeden Jahres.
Epoche
Anzahl
der
Monate
1914
1915
1916
Ein
fuhr
Aus
fuhr
Ein-
fuhr-
Über-
schuß
Ein
fuhr
Aus
fuhr
Ein-
fuhr-
Über-
schuß
Ein
fuhr
Aus
fuhr
Ein-
fuhr-
Über-
schuß
i- Jan.—31. Jan.
I
333)0°
i53,oo
180,00
6n,oo
201,00
410,00
i. Jan.—28. Feb.
2
1512,00
992,00
520,00
855,00
385,00
470,00
1309,00
497,00
812,00
!• Jan.—31. März
3
2292,00
1620,00
672,00
1482,00
684,00
798,00
—
—
—
i. Jan.—30. April
4
3023,00
2210,00
813,00
2180,00
915,00
r265,oo
2832,00
1107,00
1725,00
i. Jan.—31. Mai
5
3704,00
2830,00
874,00
2781,00
1178,00
1603,00
3687,00
1392,00
2295,00
i. Jan.—30. Juni
6
4410,00
3376,00
1034,00
3551,00
1450,00
2101,00
4459,00
1718,00
2741,00
*• Jan.—31. Juli
7
4984,00
3851,00
1133,00
4264,00
1696,00
2568,00
5412,00
1994,00
3418,00
v Jan.—31. Aug.
8
5233,0°
4094,00
1139,00
5112,00
1925,00
3187,00
6498,00
2244,00
4254,00
!■ Jan.—30. Sept.
9
5489,00
4250,00
1239,00
5841,00
2184,00
3657,00
7381,00
2516,00
4865,00
*• Jan.—31. Okt.
IO
5729,00
4433,00
1296,00
6583,00
2446,00
4137,00
*• Jan.—30. Nov.
II
5995,00
4603,00
1392,00
7201,00
2731,00
4470,00
*• Jan.—31. Dez.
12
6402,00
4869,00
i533 7 ° 0
8074,00
3022,00
5052,00
Frankreich in der Frage des Nahrungsmittel- und Rohstoffbezugs eigen
artige, charakteristische, durch die Kriegslage bedingte Merkmale heraus
gebildet. Frankreich ist durch den Krieg auf einen neuen Kaufmarkt
verwiesen, da es seinen alten großen Lieferanten und Schuldner, Ruß
land, verloren hat, dem es trotz verzweifelter eigener Anstrengung und
Unterstützung Englands das Dardanellentor nicht öffnen konnte. So
empfing die Republik früher ihr Getreide aus Rußland, als eine Kom
pensation für fällige Koupons und Effekten, ferner Gemüse u. a. aus Ruß
land. Auch die anderen Schuldnerstaaten Südamerika, der Balkan u.a. m.
liefern garnicht mehr oder nur in beschränktem Umfange. An die Stelle der
alten Lieferanten traten nunmehr vornehmlich Nordamerika und England.
Daher überrascht es nicht mehr, daß diese kontinuierliche Stei
gerung der Einfuhr, wie sie nachgewiesen ist, fast ausschließlich von
der Lieferung dringend notwendiger Produkte aus den Vereinigten
Staaten von Amerika und England herrührt.
Diese Überlegungen können durch einige Zahlenangaben der fran
zösischen Regierung, die das Moment der Verschiebung der Lieferanten
deutlich abzeichnen, belegt werden. Die Verteilung der Einfuhr auf
die einzelnen Länder war im Jahre 1915 die folgende (s. S. 66).
Der Warenaustausch für 1915 zwischen Frankreich und England
bietet das folgende Bild 1 ) (in Mill. Frcs.):
Warenverkehr zwischen Frankreich und England.
Richtung der Warenbewegung
1909
1973
1915
Einfuhr von Frankreich nach England . . .
ms
n68
793
Ausfuhr von England nach Frankreich . . .
539
946
1767
*) Frankfurter Zeitung, 9. April 1916, Nr. 99.
Respondek, Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft.
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