Full text : Die Heimarbeit im Kriege

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Zu  c)  Es  wird  anerkannt,  daß  Anfertigungsstellen  mit  Werkstattbetrieb ­
  in  vielen  Fällen  höhere  Unkosten  und  größere
Arbeitslast  haben,  als  solche  mit  Heimarbeitbetrieb.  Diese
Verschiedenheit  könnte  dadurch  berücksichtigt  werden,  bis;
erste«  die  vollen  25  %  und  letztere  nur  20  °/ 0  erhalten,  so
daß  5  %  der  Heeresverckvaltung  verbleiben.  Eine  derartige
verschiedene  Bezahlung  beider  Arten  von  Anfertigungsstellen ­
  läßt  sich  fedoch  aus  nachstehenden  Gründen  nicht  befürworten:

1.  Es  ist  schwer  festzustellen,  ob  die  einzelnen  mit
Schneideraufträgen  bedachten  Stellen  nur  Werkstatt-  oder
nur  Heimarbeitbetrieb  oder  ob  und  in  welchem  Verhältnis
sie  ^beide  Betriebe  -besitzen,  zumal  vielfach  bei  derselben  Stelle
ein  Wechsel  eintritt.
2.  Es  ist  nicht  zutreffend,  daß  Werkstattbetriebe  stets
größere  Unkosten  haben  als  Heimarbeitbetriebe,  so  liegt
z.  B.  in  größeren  Städten,  in  denen  die  Arbeiter  in  entfernten ­
  Stadtteilen  (Berlin  in  N.,  O.,  Lichtenberg,  Neukölln  nsw.f
wohnen,  die  Einschaltung  von  Z  w  i  s  ch  e  n  m  e  i  st  e  r  u,
die  den  Arbeitern  nahe  wohnen,  im  eigenen  Interesse  der
letzteren.  Wenn  nun  aber  bestimmungsgemäß  die  Anfertigungsstellen
  mit  Heimarbeitbetrieb  die  25  "/<>  mit  den
Zwischenmefftern  teilest,  haben  sie  hierdurch  nicht  selten
höhere  Unkosten  als  Werkstattbetriebe.
3.  Werkstattbetriebe  haben  die  Möglichkeit  einer  gründlicheren ­
  Beaufsichtigung  der  Arbeit  während  des  ganzen
Ganges  der  Anfertigung  (siehe  vorstehend  zu  a  2.)  und  hierdurch ­
  den  Vorteil  einer  regelmäßig  besseren  und  gleichmäßigeren ­
  Arbeitsausführung.
4.  Werkstattbetriebe  können  vielmehr  als  Heimarbeitbetriebe
  mit  einer  bestimmten  und  gleichbleibenden  Tagesleistung ­
  rechnen  und  daher  die  vorgeschriebenen  Liefertermine
besser  inne  halten.
Zu  ck)  Zwischen  Kleiderfabriken  und  Großkonfektionsbetriebeir
einerseits  und  mittleren  oder  kleineren  Betrieben  anderer-
            
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