Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

schon  nach  drei  Vierteljahren  am  1.  Oktober  1905  zum  Düsseldorfer ­
  Tageblatt  überging.  Die  Sorge  um  den  Local-Anzeiger
nahm  seit  1913  Josef  Bestler  (vgl.  S.  113)  mehr  und  mehr
auf  sich,  besonders,  nachdem  auf  Reuter  neben  dem  westdeutschen
auch  der  wirtschaftliche  Teil  der  KV  nach  und  nach  übergegangen ­
  war.  Als  Leiter  des  erzählenden  Teiles  der  Zeitung
nahm  Anton  Wolf  (geb.  1863  in  Weil  der  Stadt  i.  Wttbg.)  seit
7.  November  1892  Josef  Bachem  die  Arbeit  der  Prüfung  des  sehr
reichlich  einlaufenden  bez.  Materials  ab.  Der  Kommunalpolitiker
Dr.  Otto  T  h  i  s  s  e  n,  ein  Kölner  (geb.  1875),  wirkt  an  der  KV  seit
dem  26.  Februar  1903,  in  welchem  Jahre  auch  Ernst  H.  Kley
(geb.  1867  in  Brühl)  von  Aschaffenburg  aus  an  die  KV
übersiedelte.  Nach  dem  Austritt  von  Dr.  Cardauns  wurde  am
1-  Juli  1907  der  Kais.  Seminardirektor  Dr.  Karl  Ho  eher  aus  Metz
berufen  (geb.  1867  in  Diez  an  der  Lahn),  der  ebenfalls  eine  vielseitige ­
  Tätigkeit  ausübt  und  auch  durch  bedeutsame  literarische
Leistungen  auf  erzieherischem,  schönwissenschaftlichem  wie
politischem  Gebiet  sich  einen  klangvollen  Namen  erworben  hat.  Der
Tod  Dr.  Müllers  veranlaßte  den  Eintritt  von  Dr.  Karl  Zach  er  1
(geb.  1887  in  Passau)  in  die  politische  Schriftleitung.  Anton
Stehle  (geb.  1870  in  Schussenried  i.  Wttbg.)  löste  am  1.  Juli  1910
den  Professor  Hermann  Kipper  (gest.  25.  Oktober  1910)  nach
38jähriger  Tätigkeit  als  Musik-  und  Theaterkritiker  der  KV  ab.
Als  theologischer  Berater  trat  Dr.  phil.  und  theol.  Philipp
Huppert,  bis  dahin  Konviktsrektor  in  Bensheim  a.  d.  Bergstr.,
1901  in  die  Schriftleitung  ein.  Seinem  segensreichen  Wirken  auch
auf  dem  literarischen  Gebiete  setzte  der  Tod  am  19.  April  1906
oin  Ziel.  Seit  Januar  1912  ist  in  gleicher  Weise  tätig  Dr.  theol.
Jos.  Froberger  (geb.  1871  in  Hirsingen,  Elsaß).  Er  wirkte
vormals  als  Provinzial  der  Weißen  Väter  in  Trier  und  brachte
reiche  theologische,  philologische  und  literarische  Kenntnisse
und  Erfahrungen  mit.  In  seiner  früheren  Tätigkeit  hatte  er  viele
Länder  und  Leute  kennen  gelernt.

Als  jüngstes  Mitglied  betätigte  sich  in  der  Schriftleitung  seit  15.  April  1914
Of’  Karl  Bachem,  der  zweite  Sohn  des  Verlegers  Franz  X.  Bachem.
Sei  Ausbruch  des  Krieges  trat  er  sofort  am  1.  August  1914  als  Leutnant
der  Res.  für  sein  Vaterland  ein,  dem  er  dann  am  8.  Oktober  1917  sein
junges,  vielversprechendes  Leben  zum  Opfer  brachte. 48
Auch  für  die  auswärtige  Vertretung  der  KV  war  schon  in
Jen  1880er  Jahren  gut  gesorgt.  In  Berlin  wahrte  Jakob
            
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