37,5 vH in den Großstädten. Auch in den Gemeinden von 10 000 bis 100 000 Einwohnern
iegt der Anteil noch über dem Durchschnitt von 67 vH. In den Gemeinden bis zu
5 000 Einwohnern liegt er dagegen weit unter dem Durchschnitt. In den Gemeinden von
2000 bis 5000 Einwohnern erbringen die Versorgungsbetriebe 35,7 vH und in den
3emeinden bis zu 2 000 Einwohnern sogar nur 11,3 vH der Überschüsse.
— 212 —
Nächst den Versorgungsbetrieben weisen nur noch die land- und forstwirt-
schaftlichen Betriebe einen größeren Anteil an den Gesamtüberschüssen der Ge-
meinden auf. Er beträgt 24,2 vH, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß in den Über-
schüssen der landwirtschaftlichen Betriebe auch die Erträge des Grundvermögens der
emeinden bis zu 100000 Einwohnern enthalten sind. Innerhalb der einzelnen Ge-
meindegrößenklassen sind die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im umgekehrten
Verhältnis wie die Versorgungsbetriebe an den Überschüssen beteiligt. Die Überschüsse
der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind nämlich in den Gemeinden bis zu
2000 Einwohnern am größten. Sie erbringen in dieser Größenklasse nicht weniger als
36,1 vH der gesamten Überschüsse. ,
Die Überschüsse aller übrigen Betriebsarten der Gemeinden bringen zusammen nur
3,8 vH der Gesamtüberschüsse auf. Auffallend niedrig ist insbesondere der Anteil der
X reditunternehmungen mit 0,8 vH, Bei den Kreis- und Provinzialverbänden ist da-
zegen der Anteil der Kreditunternehmungen an den Gesamtüberschüssen wesentlich
zrößer; er beträgt bei den Kreisverbänden 11,1 vH und bei den Provinzialverbänden
25,5 vH. Dafür ist bei den Gemeindeverbänden der Anteil der land- und forstwirt-
schaftlichen Betriebe niedriger als bei den Gemeinden; er beträgt bei den Kreisver-
»änden 10,1 und bei den Provinzialverbänden 5,1 vH.
Die Verteilung der Zuschüsse auf die einzelnen Betriebsarten weicht erheblich
on derjenigen der Überschüsse ab. Hinsichtlich der Zuschüsse stehen nicht die Ver-
sorgungsbetriebe sondern die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe an erster Stelle.
Sie erfordern in den Gemeinden 40,7 vH, in den Kreisverbänden 47 vH und in den Pro-
vinzialverbänden sogar 80 vH der Zuschüsse insgesamt. Ein beträchtlicher Teil dieser
Zuschüsse wird jedoch für das Grundvermögen der Gemeinden und Kreisverbände aul-
zewendet worden sein. Erst an zweiter Stelle folgen bei den Gemeinden die Versor-
zungsbetriebe mit einem Anteil von 25,5 vH der Zuschüsse. Davon entfallen 18,5 vH
auf die Wasserwerke; und zwar handelt es sich vornehmlich um Zuschüsse, welche die
zleineren Gemeinden für die Wasserversorgung ihrer Bevölkerung geleistet haben. Er-
ıeblich sind außerdem noch die Zuschüsse, die auf die Gruppe der Sonstigen Betriebe
antfallen. Diese erfordern nämlich in den Gemeinden 19,4 und in den Kreisverbänden
14,7 vH der Gesamtüberschüsse.
Betrachtet man die Betriebsüberschüsse und -zuschüsse hinsichtlich der Zahl der
beteiligten Gemeinden, so zeigt sich, daß die größte Zahl der Gemeinden
ın den Überschüssen und Zuschüssen der land- und forstwirtschaftlichen
Betriebe beteiligt ist. Es haben nicht weniger als 40426 Gemeinden, das sind
78,8 vH aller Gemeinden, Überschüsse oder Zuschüsse land- und forstwirtschaftlicher
3Zetriebe nachgewiesen, Der kleinere Teil dieser Gemeinden, etwa ein Achtel, hat Zur
schüsse leisten müssen, während die restlichen Gemeinden Überschüsse erhalten haben-
Die überaus hohe Zahl der beteiligten Gemeinden erklärt sich dadurch, daß in ihr auch
liejenigen Gemeinden mit unter 100000 Einwohnern enthalten sind, die Überschüsse
der Zuschüsse des Grundvermögens nachgewiesen haben. Entsprechend der großen Zahl
ler beteiligten Gemeinden sind die auf die einzelne Gemeinde entfallenden Überschüsse
ınd Zuschüsse verhältnismäßig gering. Auf die einzelne Gemeinde entfällt ein durch-
schnittlicher Überschuß aus landwirtschaftlichen Betrieben einschließlich Grundvermögen
zon 4000 .2M und ein durchschnittlicher Zuschuß von 5900 AM.
Die nächstgrößte Zahl der Gemeinden ist an den Überschüssen und Zuschüssen der
Wasserwerke beteiligt. Insgesamt haben 6097 Gemeinden Überschüsse aus der
Wasserversorgung erzielt und 7167 Gemeinden Zuschüsse an sie geleistet. Das sind
zusammen 25.9 vH aller Gemeinden. Unter diesen Gemeinden befinden sich mehr als