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in Bänden erscheinen ließen, deren Umfang sie der Gewalt der
Zensur entrückte. Drei Tage vor Napoleons Einzug in Paris (am
20. März 1815) veröffentlichte Comte seine Schrift, die in der
Uebersetzung von Th. v. Haupt den Titel führte: Ueber die
Unmöglichkeit einer konstitutionellen Regierung
unter einem militärischen Oberhaupte, besonders unter
Napoleon.“ Er führt darin aus, daß ein Volk, „das sich nach
Freiheit sehnt, nie einen Mann zum Oberhaupt wählen dürfe, der
gewöhnt ist, Heere zu kommandieren“, weil ein solcher die
stärkste Verfassung Umstürzen könne, sobald es ihm beliebe.
Im nächsten Jahre 1816 eröffnete den Reigen der Werke das
Buch „(Faust’s) Versöhnung mit dem Leben“, als dessen
Verfasser sich in der Vorrede der um seine Vaterstadt Köln
hochverdiente Germanist Everhard v. Groote 4 bekennt. Das
Werk, das sich als eine 300 Seiten starke gedankenreiche Glück
seligkeitsphilosophie darstellt, ist in der blumen- und tränen
reichen Empfindsamkeit und schwärmerischen Naturbetrachtung
der damaligen Zeit geschrieben. Glaube, Liebe und Demut sind
dem Verfasser die Mittel zur Lösung Faustischer Zweifel.
Das sonderbarste Verlagswerk der jungen Firma, das als
Druckort verschämt „Germania 1816“ angab, war wohl dasjenige,
das „Keine Volksrepraesentation in den deutschen
Bundesstaaten!“ betitelt war. Unter dem Motto „Nos numerus
sumus“ wird darin ein so hohes Loblied auf den Adel und seine
Vorrechte gesungen, daß man stellenweise glaubt, es mit einer
Satire zu tun zu haben.
Man meint, dem ungenannten Verfasser sitze der Schalk im Nacken,
wenn man z. B. die Schilderung der „glücklichen Zeiten“ liest: „Ward
ein Bürgerlicher, der natürlich nie anders als mit: Er angeredet wurde,
zu etwas gebraucht, so bat man ihn zu Tische; dies war die größte
Wohlthat, und diese Ehre verfehlte niemals ihren Zweck. War der Gläu
biger nur so, daß man ihn schicklicher Weise mit an den Tisch nehmen
konnte, so wagte er, aus ehrerbietiger Dankbarkeit für die genossene
Ehre, gewiß sobald nicht mehr den vornehmen Schuldner zu mahnen.
Damals durfte der Edelmann seinen Mund nur aufthun, und ehrfurchts
voll verstummte rings um ihn her die ganze Versammlung, denn jeder
fühlte sich schon hinreichend geehrt durch das Glück, in solcher Gesell
schaft zu seyn.“ Usw. Diesen glücklichen Zeiten trauert der Verfasser
ganz aufrichtig nach. Sehr betrübt ist er, daß, „von dem verderb
lichen Beispiel Frankreichs angesteckt, Sprößlinge erlauchter Häuser ihre
Ehre darin suchten, von Gleichheit der Menschenrechte zu sprechen, von