Zusammenbruch der Kölner Effektenbank. In Köln, wohin er 1879 verzog,
gab er noch mehrere Werke heraus und starb hier am 20. Juli 1896.
•40 (S. 68) Heinr. Beta (eigentl. Bettziech), 1813 in Werben b. Delitzsch geb.,
floh 1848 nach England, von wo er 1862 nach Berlin zurückkehrte, gest.
31. März 1876. — Adam Jos. Cüppers, 1850 in Doveren bei Erkelenz geb.,
wurde, 1869—71 im Kempener Seminar ausgebildet, nach Ablegung der
Rektor-Prüfung, 1877 Leiter der Stadtschule in Ratingen. — Josefine
Flach, 1826 in Wiesbaden als Tochter eines Rates am Appellhof geb.,
der sie selbst unterrichtete. Sie hat nie eine Schule oder ein Pensionat
besucht (gest. Jan. 1901).— Sofie v. Follenius (Deckname Maria Berger),
geb. 1837 in Darmstadt, wo sie noch lebt. —Antonie Haupt (Deckname
für Frau Vikt. Endler in Hannover), geb. 1853 in Trier als Tochter des Arztes
Dr. Bleser. — Karl v. Lenhard (Deckname für C. Bentlage), 1849 als
Tochter des Kfm. Max Heinr. Schmitz in Neuß geb., lebt dort. — Th.
Messerer (Deckname für Frau Th. Winkler, 1824 zu München geb., 19. Dez.
1907 gest. — Everilda v. Pütz, geb. 1843 zu München als Enkelin des
berühmten Architekten Leo v. Klenze, Tochter des Kammerherrn H. v.
Klenze, machte große Reisen, seit 1873 verheiratet mit Bez.-Hptm. Karl
v. Pütz zu Pütz, lebt in München. — E. Rudorff (Deckname für Frau
Franziska Jarke), geb. 1815 zu Königsberg als Tochter des Kfm. Schlesius;
gest. 3. Aug. 1896.
41 (S. 68) Sein Name ist Schneider, Clauß ein Deckname. Wie er zu dem
letzteren kam, erzählt er launig im 5. Jahrgang von „Alt-Köln“: Als er
1903 sein erstes Buch herausgab, war er „doch en beßchen ängslich, ov
dä Hären en Kovvelenz et wähl rääch wör, dat ene junge Magister an
statt en Geschichte vum linke Botzeknopp Alexanders des Großen en
Geschichte vum kölsche Fastelovend schrevv un anstatt Schullopsätz
köllsche Verzällcher kurregeete, die hä esugar och noch selvs gemäht
hatt“. Schließlich kam der von der Schwiegermutter abgekürzte Vorname
eines Lehrjungen im Hause: „Klaus“ zu der Ehre, den Decknamen zu
liefern. — Schneider ist 1862 in Köln geboren, studierte anfänglich
Medizin, dann Philologie und wurde 1889 Rektor der höheren Schule in
Kerpen bei Köln, 1906 Oberlehrer am Progymnasium in Eupen und ist
nun Professor und stellvertretender Direktor am Realgymnasium in
Köln-Lindenthal.
42 (S. 70) Nacatenus trat 1636 zu Trier in den Jesuitenorden und lehrte
Humaniora und Philosophie. 1675 war er Hofprediger des Kurfürsten
Max Heinrich in Köln. Die erste Ausgabe des Palm-Gärtleins erschien
nach De Bäcker 1660, die erste lateinische 1668. Neue deutsche Aus
gaben druckten Joh. Wilh. Friessem in Köln 1677 und 1691, Job. Wilh. und
Jos. Huisch in Köln 1721. „Himmlisch Palm-Gärtlein Zur beständigen
Andacht, und geistlichen Hebungen, Nicht allein mit Tagzeiten, Litaneyen,
Gebett, Betrachtungen, etc. Sondern auch mit heylsamen auß Göttlichem
Wort und H. H. Vättern gezogenen Underweisungen und Lehrstücken