stärkstenStützen des Staates und die stärksten Stützen der Regierung
und der leitenden Staatsmänner, deren Oberster im Deutschen Reiche
und in der preußischen Monarchie aus diesen Reihen gewählt wurde,
ein Mann, der der Firma J. P. Bachem des öfteren seine Feder geliehen hat.
Ich möchte aber heute nicht so sehr die politische Seite des Verlages
hervorheben, sondern mich mehr an die Familie wenden. Es ist
außerordentlich selten, daß eine Familie imstande ist, ein Geschäft,
einen Verlag, hundert Jahre lang in Besitz zu haben, und noch viel
seltener, daß eine Familie hundert Jahre lang immer die Kräfte stellt,
die nicht nur die Firma besitzen, sondern sie auch leiten. Daß das
möglich gewesen ist, verdankt sie dem Umstand, daß sie in allen
Generationen nicht nur eine, sondern mehrere hervorragende Kräfte zur
Verfügung gehabt hat, so daß, wenn einer, müde von der Arbeit, die
Hände in den Schoß legte, neben ihm, unter ihm schon wieder andere
Kräfte emporgewachsen waren, die die Fahne aufgriffen, und die die
Firma aufwärts und vorwärts weiter führten. Die Entwicklung des
Hauses hat in einem kleinen Laden in der Hohestraße ihren Anfang
genommen und es zu diesem riesigen Geschäftshause gebracht, in dem
wir heute versammelt sind. Sie hat es von der kleinen Buchhandlung
zu einer Firma von Weltruf gebracht, deren innere Stärke uns vorhin
die außerordentlich reichen Stiftungen offenbart haben.
Daß diese Männer, die Mitglieder der Familie Bachem, ihre Sache so
führen konnten, wie sie sie geführt haben, das verdanken sie den Eigen
schaften, die in allen Mitgliedern derselben lebendig gewesen sind. Es
ist die im Boden des Christentums, hier des katholischen Bekenntnisses,
wurzelnde unermüdliche Pflichttreue und die A r b e i t s f r e u d i g k e i t.
Damit war verbunden eine stets fleckenlose Ehrbarkeit und ein
mutiges Bekenntnis zu ihrer Ueberzeugung. Bei der Gründung der
Kölnischen Volkszeitung wurde der Grundsatz aufgestellt: sie sollte
katholisch, konservativ und patriotisch sein. Diese Grundsätze haben
die Familie groß gemacht. Sie sind in der Vergangenheit hoch gehalten
Worden und leben in den heutigen Mitgliedern der Familie. Und so
dürfen wir, in die nächsten hundert Jahre blickend, hoffen, daß diese
guten Grundsätze zu einer weiteren Vorwärts- und Aufwärtsbewegung
führen werden, zum Nutzen der Firma J. P. Bachem, zum Nutzen auch
des Staates, dem solche Familien nur erwünscht sein können.
Herr Domkapitular Prälat Dr. Blank, als Vertreter des Herrn
Kardinals von Hartmann, Erzbischofs von Köln:
Es ist selbstverständlich, daß an einem so großartigen Jubiläum der
Fip ma, die hundert Jahre schon zurückgelegt hat, bei einem Verlag, der
Q uch so große religiöse Verdienste hat, der Erzbischof von Köln ein