Full text: Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

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mitzutheilen uns beehren werden, zu verbinden . .. Zum Direktor 
des »Kölner Verlagsvereins« ist Herr L. Bachem, und zum Mit 
direktor Herr P. Schmitz ernannt“. Als Geschäftsführer leistete 
der älteste Sohn L. Bachems, Josef Bachem von Anfang an 
die Hauptarbeit 22 . 
Der „Kölner Verlagsverein, Marzellenstraße N. 20“ (den die 
vierbändige, von der Historischen Kommission des Börsenvereins der 
Deutschen Buchhändler herausgegebene „Geschichte des Deutschen Buch 
handels“ nicht erwähnt), besorgte die Kommission wie die Spedition. 
Seine Mitglieder sollten „1. regelmäßig einmal wöchentlich ihre Bestell 
zettel pr. Briefpost frankirt hierherschicken, 2. die verlangten Sachen 
gleich nach Eingang der Bestellzettel, ebenfalls einmal wöchentlich hier 
hersenden, was sich indess nur durch Gemeinschaft aller Handlungen 
einer Stadt wohl erreichen läßt . . . Wenn auf diese Art aller buch- 
händlerischer Verkehr der Provinz durch unsere Hände geht, wird sich 
die Masse der spedirten Packete so bedeutend vermehren, daß, wie wir 
mit Sicherheit annehmen dürfen, wir im Stande sein werden, an jedem 
Ort einmal wöchentlich, und nach den Hauptorten zwei oder nach Um 
ständen mehrmal wöchentlich zu packen.“ Die Pakete wurden für alle 
Handlungen einer Stadt an eine Adresse gesandt. Auch Kommissionslager 
konnten die Mitglieder von ihren Verlagsartikeln in Köln einrichten. 
Im Gegensatz zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die 
buchhändlerischen Bestrebungen von Süddeutschland besonders 
eifrig betrieben wurden, ging die Reformbewegung seit 1840 vom 
Westen aus. Der Vorstand des Kreisvereins (L. Bachem, J. Du 
Mont und L. Kohnen in Köln, J. Hölscher in Koblenz und C.Theissing 
in Münster) machte sogar mit Rundschreiben vom 1. März 1844 
denVersuch, eine Vereinigung sämtlicher Buchhandlungen Deutsch 
lands und der Schweiz zustandezubringen, mit dem Zweck der 
Abschaffung des „eigentlichen Grundübels im Buchhandel“, des 
Rabattgebens an das Publikum. Heber den Erfolg ist aus dem 
Band der Rundschreiben und der Protokolle der jährlichen Ver 
sammlungen des Kreisvereins von 1843 bis 1856, der sich im 
Besitz der Firma J. P. Bachem befindet, nichts zu ersehen. 
Der Verlagsverein war erfolgreich; „die sich täglich mehr zum Vor 
theile des handeltreibenden Publicums ausbreitende Communication durch 
Eisenbahnen und Dampfschiffe, sowie die zur Spedition vorzüglich ge 
eignete Lage Kölns“ erwiesen sich günstig. Nachdem am 15. Oktober 1847 
die Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet worden war, stand der Einrichtung 
des direkten Güterverkehrs auf den ganzen Strecken zwischen Berlin 
oder Leipzig und Köln nichts mehr im Wege. Vom Anfang 1848 gingen
	        
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