erschienenen „Geschichte der Pfarreien des Dekanates Greven
broich“ von Landdechant und Pfarrer H. H. Giersberg in Bed
burdyck folgten die weiteren Dekanate: Hersei von Pfarrer G.
H. Chr. Maußen im Jahre 1885, Brühl von Definitor R. W.
Rosellen 1887, M. Gladbach von Kaplan Dr. Norrenberg
1889, Königswinter von Maaßen 1890, Blankenheim von
Pfarrer J. Becker 1893, Bonn von Maaßen (I. Teil, Stadt
Bonn, 1894; der II. erschien bei P. Honstein in Bonn) und Sieg
burg von Pfarrer H. Th. De Ivos 1896.
Schon früher, im Jahre 1878, war in seiner 14. Ausgabe das
„Handbuch der Erzdiözese Coeln“ in Bachems Verlag
übergegangen. Bei dieser Rechnung war sein erstes Erscheinen
im Jahre 1825 nicht inbegriffen, weil die Ausgabe anscheinend
nicht amtlich war.
Diese führte den Titel „Uebersicht der Erzdiöcese Köln für das Jahr 1825“,
ist bei Th. F. Thiriart gedruckt und enthält u. a. den deutschen Text der
Bulle De salute animarum Pius’ VII. vom 16. Juli 1821. Es gab damals
18 Pfarreien in Köln; auf dem linken Rheinufer zählte man 44 Cantons,
auf dem rechten 4 Dekanate; im ganzen 686 Pfarreien. Während in
diesem Buche ein Herausgeber nicht genannt ist, wurde das folgende
im Jahre 1827 bei M. Du Mont-Schauberg erschienene „Hand- und
Adreß-Buch der Erzdiöcese Cöln“ „mit Genehmigung Sr. Erz-
bischöflichen Gnaden von den Beamten des Erzbischöflichen General-
Vicariats zu Cöln“ herausgegeben. Hierin ist die neue Einteilung des
ganzen Erzbistums in Dekanate enthalten, und die wesentliche Ein
richtung ist dieselbe, die das Unternehmen heute noch zeigt.
Unter dem Titel „Handbuch der Erzdiöcese Cöln“ kam das Buch zum
dritten und vierten mal, aber als zweite und dritte Auflage bezeichnet,
im Jahre 1830 und 1833, 184 Seiten stark, beim selben Verleger heraus.
Eine Chronik der Erzdiözese hielt die Ereignisse seit 1825 fest.
Mit der 14. Auflage ging, wie erwähnt, das Handbuch in Bachems
Verlag über. Sie war auf 440 Seiten angewachsen (gegen 418 der letzten
Ausgabe 1872). Die 15., 16. und 17. Ausgabe wurde von Registrator
Joh. P. Ferdinand 1888, 1892 und 1895 herausgegeben. Die Bearbeitung
der Reihenfolge der Erzbischöfe war 1892 auf Pfarrer Dr. P. Norren
berg übergegangen. Seit der 18. „Ausgabe“ (1901) wurde als Herausgeber
das Erzbischöfliche Generalvikariat genannt. Die 19., 20. und 21. Ausgabe
erschienen 1905, 1908 und 1911. Der letzte Band umfaßte 568 Seiten.
In das Jahr 1876 fällt ein für die Geschichte der katholischen
Wissenschaft und für den Verlag bedeutsames Ereignis: die
Gründung der Görres-Gesellschaft.