Full text : Der Antwerpener Hafen und die Pariser Wirtschaftskonferenz

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nehmen,  von  4108  Milîionen  zu  6233  Milîionen  anstieg,  Die
Zunahme  für  Belgien  (Eigenhandel) 4 )  betrug  1485  Milîionen,
3,  Der  Schifîseingang  der  drei  vornehmsten  franzôsischea
Hâfen  am  Atlantischen  Ozean  erreicht  zusammen  nur  etwas
über  die  Halfte  von  demjenigen  des  Antwerpener  Haîens.
4.  Antwerpen  nimmt  1870  die  6,  Stelle  ein,  1880  die  3-{nur
  London  und  Liverpool  stehen  ihm  voran);  1890  wird  es
von  Hamburg  überflügelt,  1900  gleichfalls  von  Rotterdam;
1910  lâBt  es  Rotterdam  und  Liverpool  hinter  sich  und  tritt
wieder  an  die  3.  Stelle;  1911  behauptet  es  dièsen  Platz,  um
sich  1912  wieder  von  Rotterdam  den  Rang  ablaufen  zu  lassen,
doch  nur  mit  einem  ÜberschuB  von  192  000  t,  Bei  dieser
Gelegenheit  muB  erwâhnt  werden,  daB  das  Jahr  1913  von  dem
allgemeinen  belgischen  Arbeiterausstand  beeinfluBt  wurde,
Andererseits  ist  Rotterdam  vornehmlich  Einîuhrhafen 5 ),  wundervoll
  für  diesen  Zweck  eingerichtet,  wahrend  Antwerpen  einem
zweigliedrigen  regen  Verkehr  die  Stirn  zu  bieten  hat.  Dies
batte  für  letzteren  Hafen  verhângnisvolle  Güteranstauungen
zur  Folge,  woraus  Rotterdam  um  so  eher  Vorteil  ziehen  konnte,
aïs  das  Mehrenteil  seiner  Einfuhr  mit  einem  sehr  betrachtlichen
  Prozentsatze  derjenigen  Antwerpens  die  Bestimmung
gemein  hat,  namlich  Deutschland.
Überdies  kam  für  Antwerpen  noch  der  besondere  Umstand
in  Betracht,  daB  die  groBe  regeîmaBige  Schiffahrt  bei  ihm
überwog;  über  115,  beinahe  aile  fremde  Linien  besuchten
seinen  Hafen  und  brachten  es  fortwâhrend  in  direkte  Verbindung
  mit  allen  Hafen  der  Welt.  Der  Vorteil,  den  es  dadurch
den  Spediteuren  bot,  und  der  Gewinn,  der  dabei  für  uns  abfiel,
rechtfertigte  in  vollem  MaBe  die  zur  Begünstigung  der  regelmaBigen
  Schiffahrt  genommenen  MaBregeln,  auf  die  wir  noch
zurückkommen  werden.
Die  foîgencle  kleine  vergleichende  Tabelle  stellt  diese
groBe  Schiffahrt  ins  Licht,  selbst  wenn  wir  mit  dem  Umstande

*)  Bie  Statistik  des  Eigenhandels  schüefit,  wie  wir  spater  sehen
werden,  einen  betrâchtlichen  Teil  der  Durchfuhr  mit  ein.
5 )  Einfuhr  1912:  20  849  974  t,  Ausîuhr  5  388  426  t.  Die  hollândische
Statistik  bietet  wenig  Klarheit;  die  Einfuhrziffer  umfaBt  für  die  verzollbaren
  Waren  die  Einfuhr  auf  dem  See-,  FluS-  und  Schienenwege,  für  die
zolifreien  Güter  nur  die  von  der  See  eingeführten.  Für  die  letztere  Gruppe
betrâgt  die  Ziffer  für  Erze,  Getreide,  Holz,  Kohles,  Metalle  allein  16  310  000  t.
            
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