Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Um  allen  diesen  Schwierigkeiten  zu  entgehen,  wurde  die
Mannheimer  Bank  unter  der  alten  Firma  mit  einem  Aktienkapital ­
  von  1  Mill.  M,  neu  gegründet.  Die  sämtlichen  Aktien
verblieben  im  Besitze  der  Rheinischen  Creditbank.
Über  die  historische  Entwicklung  dieses  fusionierten  Instituts
ist  zu  erwähnen,  daß  es  bereits  1868  als  Genossenschaft  für  den
kleineren  und  mittleren  Gewerbestand  Mannheims  unter  der
Firma  Mannheimer  Volksbank  gegründet  wurde.  Um  dem  wachsenden ­
  Kapitalbedürfnis,  das  mit  der  Höhe  der  genossenschaftlichen ­
  Geschäftseinlagen  nicht  mehr  korrespondieren  konnte,
gerecht  zu  werden,  wurde  das  Bankhaus  im  Jahre  1884  in  eine
A.-G.  umgewandelt.  Sie  war  seit  ihrem  Bestehen  keinen  Expansionstendenzen ­
  zugänglich  gewesen  und  hat  immer  an  ihren
Prinzipien  strengster  Zentralisation  auf  den  Mannheimer  Platz,
die  sie  wohl  aus  ihrer  Genossenschaftszeit  noch  ererbt  hatte,
festgehalten.
1893  änderte  sie  dann  ihre  Firma  in  die  „Mannheimer
Bank"  um,  als  welche  sie  bis  1900  selbständig  bestand.  Nach
ihrer  in  diesem  Jahre  erfolgten  Fusion  wurde  ihr  ihre  alte
Firma  belassen;  intern  wird  sie  jedoch  von  der  Rheinischen
Creditbank  wie  alle  auswärtigen  Niederlassungen  als  Filiale  behandelt. ­
  Um  zugleich  die  Betriebskapitalien  auf  der  gleichen
Höhe  zu  halten,  mußte  die  Mannheimer  Bank  mit  einer  ständigen ­
  Dotation  von  5  Mill.  M.  von  ihrem  Mutterinstitut  ausgestattet ­
  werden.  Das  Aktienkapital  der  Mannheimer  Bank  in
Höhe  von  6  Mill.  M.  wurde  gegen  die  in  gleicher  Höhe  emittierten ­
  jungen  Aktien  der  Rheinischen  Creditbank  unter  Zuzahlung ­
  von  10  °/ 0  glatt  umgetauscht.
Diese  Fusion  zeigt,  wie  dies  meistens  bei  Bankkonzentrationsvorgängen ­
  der  Fall  ist,  wie  beide  Teile,  der  stärkere  wie
der  schwächere,  aus  der  Transaktion  ihren  Vorteil  ziehen  können; ­
  der  frühere  Aktionär  der  Mannheimer  Bank  tauscht  mit
seinem  Aktienbesitzwechsel  auch  gleichzeitig  eine  bis  zu  einem
gewissen  Grade  gesichertere  Rente  ein.  Denn  man  kann  als
einigermaßen  sicher  annehmen,  daß  der  Reingewinn  einer  Aktienbank ­
  mit  großen  Betriebsmitteln  und  ausgedehnterer  Geschäfts ­
            
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