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die Gutsbesitzer und Fabrikanten zu den Hörigen und
Handlangern der Arbeiter machen will.
War denn aber, eine wie verschiedene Sprache wir
beide auch sprechen, und welche Barbaren wir fürein
ander auch sein mögen, irgendein solches oder ähnliches
Mißverständnis nur möglich?
Ich entwickle ausführlich: gerade dadurch unterscheide
sich der vierte Stand, daß in seinem Prinzip keine aus
schließende Bedingung weder rechtlicher noch tatsächlicher
Art enthalten ist, die er als herrschendes Privilegium
gestalten und durch die Einrichtungen der Gesellschaft
hindurchführen könnte. Ich sage wörtlich: „Arbeiter sind
wir alle, insofern wir nur eben den Willen haben, uns
in irgendeiner Weise der menschlichen Gesellschaft nützlich
zu machen. Dieser vierte Stand, in dessen Herzfalten
daher kein Keim einer neuen Bevorrechtigung mehr
enthalten ist, ist eben deshalb gleichbedeutend mit dem
ganzen Menschengeschlecht. Seine Sache ist daher in
Wahrheit die Sache der gesamten Menschheit; seine Frei
heit ist die Freiheit der Menschheit selbst, seine Herrschaft
ist die Herrschaft aller." Und ich fahre darauf fort: „Wer
also die Idee des Arbeiterstandes als das herrschende
Prinzip der Gesellschaft anruft in dem Sinne, wie ich
Ihnen dies entwickelt, der stößt nicht einen die Klassen
der Gesellschaft spaltenden und trennenden Schrei aus;
der stößt vielmehr einen Schrei der Versöhnung aus,
einen Schrei, der die ganze Gesellschaft umfaßt, einen
Schrei der Ausgleichung für alle Gegensätze in den
gesellschaftlichen Kreisen" usw. Und während ich aus
tiefster Seele und aus vollster Brust nach der Beendi
gung aller Klassenherrschaft und aller Klassengegensätze