Full text : Ferdinand Lassalle

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Verbindung  mit  mir  ein  dauerhaftes  und  unzerstörbares
Glück  zu  finden.
Und,  umgekehrt,  wenn  meine  Bekenntnisse  Sie  abstoßen ­
  und  schrecken,  so  werde  ich  doch  gewinnen!  Denn
wenn  es  möglich  ist,  Sie  abzustoßen  und  zu  erschrecken,
so  heißt  das,  Sie  fühlen  keine  genügend  starke  und
leidenschaftliche  Liebe  zu  mir,  um  in  einer  Verbindung
mit  mir  die  einzige  und  unerschütterliche  Bürgschaft
für  ein  wahres  Glück  zu  finden.  Und  wenn  schon  der
Gedanke  daran  Sie  erschrecken  kann,  so  laufe  ich  um  so
mehr  Gefahr,  Sie  —  und  mich  mit  Ihnen  —  wirklich
unglücklich  zu  machen.
Dies  ist  in  der  Gedankenreihe,  die  ich  schon  ausgesprochen ­
  habe,  inbegriffen.  Und  wenn  es  so  ist,  so  ist
es  besser,  daß  wir  uns  trennen;  ich  will  dann  lieber  nicht
Gefahr  laufen,  ein  so  zartes  und  duftiges  Blümchen,
wie  Sie,  zu  brechen  in  der  Verbindung  mit  meiner
rauhen  Eristenz  eines  Kämpfers.  —  Ich  werde  mir  also
alle  Mühe  geben,  Ihnen  angst  zu  machen.  Ich  werde
nicht  nur  nichts  vor  Ihnen  verbergen,  ich  werde  —
auch  alles  mit  den  grellsten  Farben  malen.
Beginnen  wir  also,  und  Sie  werden  sehen,  daß  ich
einem  verzauberten  Prinzen  gleiche,  und  daß  man  —
wie  in  der  Ihnen  bekannten  Mozartschen  Oper  „Die
Aauberflöte"  —  durch  Wasser  und  Feuer  hindurch  muß,
um  mich  zu  bekommen.  Das  ist  nicht  so  leicht  wie  mit
andern  Männern.
Ich  werde  alle  Hindernisse  eins  nach  dem  andern
aufzählen,  um  das  traurige  und  melancholische  Vergnügen ­
  zu  haben,  auf  die  Zahl  der  Ursachen  zu  blicken,
die  unserer  Verbindung  im  Wege  stehen.
            
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