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daß ihr vergnügt seid. Auweilen zupfte sie ihren Mann
am Ärmel und verlangte, daß er ihr erklären solle, was
um sie herum gesprochen würde. Und es war rührend
zu sehen, wie der Alte versuchte, ihr das zu verdeut
lichen, wovon die Rede war, ordentlich wie eine gute
Wärterin einem kleinen Kinde. Überhaupt ging er sehr
zärtlich und liebevoll mit ihr um; man sah, daß ihm dies
vollständig zur Gewohnheit geworden war. Die Hände
zitterten ihr vor Schwäche — er schnitt ihr das Essen
vor. Sie hatte eine lange und schwere Krankheit durch
gemacht, deren Folge eine vollständige Schwäche des
Organismus war. Ungeachtet dessen glanzte in ihren
Augen der Ausdruck vollkommenen Glücks und der
Liebe zu den zwei Wesen, die bei Tische zu ihren beiden
Seiten saßen. Hätte man wohl, wenn man dieses alte
Mütterchen ansah, sich vorstellen können, daß dieses
schwache, gebrochene Geschöpf, welches so hilflos wie ein
Kind war, sowohl den angebeteten Mann wie auch den
Sohn ins Grab legen würde! Es geschah indes also:
sie überlebte Mann und Sohn.
Die Gräfin war sehr liebenswürdig. Ihre immer
verständige und sympathische Unterhaltung belebte
unsern kleinen Kreis sehr; in ihrer Nähe konnte es nie
uninteressant sein.
Nach dem Mittagessen begaben wir uns zur Gräfin,
in ihre kleine und sehr einfache Wohnung, deren Haupt-
schniuck eine Büste Lassalles in natürlicher Größe war,
aus einem etwa zehn Jahre jüngern Lebensalter als
das, wo wir miteinander bekannt wurden. Diese Büste
stand am auffallendsten Platz, und es war sehr interessant,
danebenstehend auch das Original zu sehen.