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aufheben werde. In der Tat milderte das englische Ministerium
durch einen Beschluß vom 20. April 1809 die Blockade wesentlich,
beschränkte sie auf die Küsten Frankreichs, Hollands und der un
mittelbar unter französischer Herrschaft stehenden Teile Italiens.
Auch das eröffnete dem Seeverkehr günstigere Aussichten. Die
Zahl der britischen Lizenzen, die vorher etwa 2000 betragen hatte,
stieg 1809 auf über 15000, die Einfuhr von Schiffbauniaterial
nach Großbritannien verdoppelte sich und die britische Ausfuhr
nach Deutschland schnellte von einer halben Million Pfund Sterling
(1807) auf 6V2 Million (1809) empor. Amerikanische Schiffe
zeigten sich wieder zahlreich in England und in den kontinentalen
Häfen. In Tönning liefen ihrer in diesem Jahre allein 119 ein;
die Amerikaner hatten zwar viel unter dänischer Kaperei zu leiden,
als diese aber im August verboten wurde, stand der Versorgung
Holsteins mit Kolonialwaren nichts mehr im Wege, die dortigen
Magazine waren bald überfüllt. Das Hamburger Geschäft über
Tönning belebte sich wieder; man konnte hoffen, die großen dort
angesammelten Vorräte allmählich, wenn auch unter Schwierigkeiten,
über die Zollgrenze zu bringen und den binnenländischen Markt
neu zu versorgen.
Auch in England war man guten Mutes. Bisher hatte der
Vorteil aus dem wirtschaftlichen Kampf mit Napoleon die Nachteile
entschieden überwogen. Es schien als sollten die Spottverse recht
behalten, die der Schweizer D'Jvernois damals aus die Kontinental
sperre prägte:
Vbtre blocus ne bloque point,
Et gräce k votre heureux adresse
Ceux que vous affamez sans cesse
Ne periront que d’embonpoint
was wir auf Deutsch etwa so wiedergeben können:
Ach, Eure Sperre, die sperrt nichts,
Die Ihr durch Hunger wollt verderben,
Läßt Euer Eifer höchstens sterben
Am Übermaß des Fettgewichts.