Full text : Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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83,232  M.  Nach  dem  Statut,  welches  die  Ausgabe  von  Obligationen
(Pfandbriefen)  in  Höbe  der  gewährten  Hypotheken-  oder  Korporations-Darlehen ­
  ohne  Ziehung  einer  Maximalgrenze  gestattet,
haftet  für  diese  Obligationen  die  Gesammtheit  der  erwähnten
Forderungen  „ausschliessend  und  in  der  Weise,  dass  Letztere  für
keinerlei  andere  Verbindlichkeiten  der  Bank  in  Anspruch  genommen
werden  können.“  Eine  förmliche  Faustpfandbestellung  für  Obligationen ­
  ist  jedoch  nicht  vorgesehen  worden.  Der  Bestand  an
Hypotheken  per  30,718,948  M.  vertheilt  sich  mit  22,433,336  M.
auf  Bayern,  mit  7,643,569  M.  auf  Preussen  (!),  mit  geringen  Summen
auf  andere  deutsche  Länder.  Die  Hypotheken  sind  sämmtlich  erststellige. ­
  Uebcr  ihre  Vertheilung  auf  Stadt,  Land  und  industriellen
Besitz  wird  in  dem  Geschäftsbericht  nichts  gesagt.  Dagegen  theilt
die  Direktion  mit,  dass  der,  nach  der  Grundsteuer,  der  Brandvcrsicherung,
  den  Erwerbspreisen  und,  zum  grossen  Theil  mittelst
persönlicher  Einsichtnahme  an  Ort  und  Stelle  berechnete  Gesammtwerth
  jener  Objekte  im  Betrage  von  65,756,900  M.  um  ein  Drittel
sich  erhöht  haben  würde,  wenn  man  die  üblichen,  durch  die  aufgestellten ­
  Taxatoren  erhobenen  Schätzungen  zu  Grunde  gelegt
hätte.  (Es  ist  dies  ein  bemerkenswerther  Beitrag  zu  der  Verlässigkeit
der  Taxationswerthe,  mit  welcher  die  Geschättsberichte  der  Hypothekenbanken ­
  zu  paradiren  pflegen).  Leber  die  50,  im  Laufe  des
vergangenen  Jahres  zur  Subhastation  gekommenen  kleineren  Anwesen ­
  (sämmtlich  in  Bayern),  an  denen  die  Vercinshank  als
Hypotheken-Gläubigerin  betheiligt  war,  gibt  eine  besondere  Beilage
eingehende  Auskunft.  Im  Ganzen  wurden  die  mit  577,265  M.  heliehencn
  Objekte  für  933,484  M  verkauft  und  zwar  musste  die
Bank  vier  davon  um  den  Betrag  ihrer  eigenen  Forderung  erwerben;
zwei  davon  sind  bereits  ohne  Verlust  veräussert  worden,  wegen
der  übrigen  beiden  würde  gleichfalls  einem  vcrlustfreien  Verkauf
entgegen  gesehen.  Die  Annuitäten-Rückstände  waren  Ende  v.  J.
nicht  unbedeutend;  sie  betrugen  allein  145,411  M.  seit  1.  November ­
  1876  aus  819,322  M.  damals  fällig  gewesenen  Zahlungen.
Es  scheint,  dass  in  Bayern  am  meisten  Lässigkeit  in  der  Entrichtung ­
  der  Raten  herrscht,  denn  auch  der  Bericht  der,  lediglich
auf  bayerische  Beleihungen  angewiesenen  Bayerischen  Hypothekenuiid
  Wechselbank  konstatirte,  wie  wir  gesehen  haben,  eine  Zunahme
der  Rückstände  bezw,  eine  Verlangsamung  der  Eingänge.
ln  der  Bank-Abtheilung  erzielte  die  Bank  pro  1876  wieder
            
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