lieh den Inhabern von Vorzugs-Aktien zugute kommen.
Die Stamm-Aktien werden dadurch minderwertig oder
wertlos.
Von der ziffermäßigen ist die effektive Kapitalherabsetzung,
die Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals,
zu unterscheiden. Sie erfolgt meist durch Ankauf
von Aktien und findet statt, wenn die Gesellschaft
infolge veränderter Umstände das Grundkapital nicht
mehr nutzbringend verwenden kann. Die bisherigen Aktionäre
bekommen häufig ,,Genußscheine“, die einen
Anteil am Gewinn der Gesellschaft gewährleisten, zum
Genuß von Dividenden berechtigen. Dem Genußscheine
fehlen aber die beiden Hauptmerkmale der Aktie: Anteil
am Gesellschaftsvermögen und Stimmrecht in der
Generalversammlung.
Unter Fusion versteht man die Verschmelzung
zweier oder mehrerer Aktiengesellschaften. Es entsteht
entweder ein neues Unternehmen, oder die fusionierende,
größere Gesellschaft nimmt die fusionierte mit ihren Aktiven
und Passiven in sich auf. Die Aktionäre der fusionierten
Gesellschaft erhalten Aktien der fusionierenden
im Verhältnis zu dem Werte, den die Aktien der
verschiedenen Gesellschaften vor der Fusion gehabt
haben, bzw. nach einem vereinbarten Modus. Die übernehmende
Gesellschaft wird, wenn sie nicht bereits im
Besitz von Aktien der aufzunehmenden Gesellschaft ist,
ihr Grundkapital erhöhen. Fusionen erfolgen zur Erweiterung
oder Verbesserung des eigenen Betriebes häufig,
um die benötigten Rohstoffe billiger zu erlangen. Bei
Banken geschehen sie, um Betriebskosten zu sparen,
um eine unangenehme Konkurrenz zu beseitigen usw.
Eine große Rolle, speziell im Konzentrationsprozeß
des Bankwesens, spielen neuerdings die Interessengemeinschaften.
Die Verknüpfung der Interessen des
einen Instituts mit denen des anderen kann auf mehrere
Arten erfolgen: Das größere Institut erwirbt sämtliche
Aktien des kleineren Instituts, oder die Majorität oder
70