Full text : Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Die  Bodenreform  im  Lichte  des  Freihandels.  87

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quellen  offenbar  fehlen,  so  wird  das  Land  zunächst  auf
den  Austausch  mit  weiteren  Gegenden  angewiesen  sein.
Nicht  eher  aber  wird  an  Export  zu  denken  sein,  als  bis  die
Produktionskosten  billigere  sind,  unter  denen  bekanntlich
•die  hohen  Güterpreise  die  erste  Stelle  einnehmen.  Die
Behandlung  des  Grund  und  Bodens  als  Handels-  und
Schacherobjekt,  als  Herrentum,  nicht  als  Nutzungseigentum,
hat  diese  Steigerung  hervorgebracht.
"Wer  Augen  hat  zu  sehen,  der  sehe!  Wer  Ohren  hat  zu
hören,  der  höre!  Wer  sieht  nicht  ein,  daß  nicht  der
Unternehmergewinn,  in  letzter  Hinsicht  die  Produktionsform ­
  mit  ihrem  freien  Arbeitsvertrage,  die  Grundursache
der  heutigen  Notlage  ist,  sondern  die  private  Aneignung
des  nationalen  Grundzinses  in  Form  von  Grundrente  und
Kapitalzins!  Diese  beiden  müssen  als  Ausbeutungsmittel
beseitigt  werden  samt  dem  illegitimen  Börsenschwindel.
Dann  fällt  der  Unternehmerprofit  von  selbst,  ohne  daß  es
nötig  ist,  daß  der  individuelle  Betrieb  verschwindet.  Rettung
kann  nur  ein  zielbewußter  Gedanke  bieten,  der  das  Herz
aller  Reformen  sein  muß,  welche  zur  Lösung  der  Wirren
-angestrebt  werden  sollen,  die  langsame  und  organische
Überführung  des  Grundzinses  in  die  Gemeinschaft  der  Nation.
Der  manchesterliche  Freihandel,  welcher  auf  den  überkommenen ­
  Eigentumsverhältnissen  an  Grund  und  Boden
beruht,  hat  sich  als  unfähig  erwiesen,  die  Völker  trotz
größerer  Produktion  zu  beglücken.  Er  bewirkte  gerade,  daß
die  Verteilung  der  Güter  eine  immer  ungünstigere  wurde.
Trotzdem  wird  das  Heil  der  Zukunft  in  dem  Freihandel
liegen,  welcher  allgemach  den  ganzen  Erdkreis  zu  einem
großen  Produktions-  und  Handelsgebiete  machen  wird.
Diesen  Freihandel  aber  nannten  wir  in  „Welches  ist  der
erste  Stand“  den  „humanistischen  Freihandel“,  weil
er  auf  dem  gemeinsamen  Rechte  der  Nation  an  dem  vaterländischen ­
  Boden  (humus)  beruht,  und  weil  erst  auf  diesem
            
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