Full text : Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Die  Bodenreform  im  Lichte  des  Freihandels.

manche  Fälle  ein  Vorkaufsrecht  des  Staates  und  der  Gemeinden ­
  festgesetzt  sein.  Unseres  Erachtens  werden  im  allgemeinen ­
  nur  diese  großen  Korporationen,  welche  in  den
"Wildnissen  des  Ostens  ernsthaft  kolonisieren  wollen,  Aussicht ­
  auf  Gelingen  haben.
In  Form  des  Rentengutes,  in  Zeitpacht  oder  in  Verkauf
wird  das  Land  wiederum  den  Landleuten  zugängig  gemacht
werden.  Je  mehr  die  Zollmauern  sinken,  die  Grundrentenerträge ­
  fallen,  um  so  mehr  werden  auf  dem  platten
Lande  die  Latifundien  verschwinden  und  neue  Bauernhöfe
entstehen.  Wo  heute  Heide  und  Moorwiesen  und  meilenweite ­
  Wälder  ragen,  werden  die  Dächer  neuer  Gemeinden
im  Sonnenstrahle  freundlich  blinken,  in  dem  Zentrum  vieler
Dörfer  werden  neue  Städte  entstehen.  Eine  Dezentralisation
wird  stattfinden.  Wie  heute  ein  krankhafter  Zug  vom
Lande  fort  herrscht,  welchem  die  großen  Städte  ihre  Entstehung ­
  verdanken,  so  wird  nunmehr  eine  Entvölkerung
derselben  vor  sich  gehen,  da  die  Mutter  Erde  ihre  Kinder
wieder  nähren  darf.
Die  Grundrente  in  den  Städten  wird  so  nach  und  nach
fallen,  und  unseres  Erachtens  wird  eine  Zeit  kommen,  wo,
wie  früher,  ein  Bauplatz  in  der  Stadt  nicht  mehr  kosten
wird,  als  Ackerland  von  derselben  Bodenqualität.  Wenn
es  erst  allen  Bürgern  möglich  sein  wird,  an  produktiver,
lohnender  Tätigkeit  Teil  zu  nehmen,  wenn  große  Verkaufsbazare ­
  den  Verkehr  zwischen  Produzenten  und  Konsumenten
vermitteln,  wer  soll  dann  wohl  Interesse  daran  finden,  seine
Werkstätte,  resp.  Laden  an  einer  bestimmten  Straße  zu  haben?
Wird  es  doch  nicht  so  viel  Zwischenhändler  mehr  geben,
sind  doch  die  Bürger  aller  Straßen  kauffähig.  Wie  sollte
es  da  vielen  einfallen,  sich  auf  die  Erwerbung  eines  bestimmten ­
  Fleckchens  Erde  zu  kaprizieren!  Gewiß  wird
man  bei  einer  sozialen  Steuerreform  den  arbeitslosen  Erwerb ­
  aus  den  bisher  so  ungeheuer  steigenden  städtischen
            
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