Full text : Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Die  Wohnungsfrage.

beteiligten.  Erwerbskreisen  in  Stadt  und  Land  in  steigendem:
Maße  errichtet  worden,  um  durch  gemeinschaftlichen  Bezug
der  Rohmaterialien  wie  gemeinschaftliche  Verarbeitung  und
Vertreibung  der  Produkte  die  Wirtschaftsbedingungen  günstiger
zu  gestalten.  Diese,  aus  eigener  Kraft  der  Beteiligten  hervorgegangenen ­
  Schöpfungen,  bilden  ein  wichtiges  Mittel,  um  in
Handwerk  und  Landwirtschaft  gegen  die  Schwierigkeiten  anzukämpfen, ­
  welche  sich  für  das  erstere  aus  dem  Wettbewerbe
des  fabrikmäßigen  Großbetriebes,  für  die  letztere  aus  dem.
Sinken  der  Preise  der  wichtigsten  Bodenprodukte  ergeben.“
Aber  wieder  müssen  wir  betonen:  erst  gründliche  soziale
Reformen.  Denn  bisher  sind  die  Produktivgenossenschaften
noch  stets  von  der  verderblichen  Flut  des  kapitalistischen
Stromes  vernichtet  worden;  nur  einzelne  konnten  sich  durch
besondere  Gunst  der  Umstände  halten.  Heben  wir  erst  den
Kapitalismus,  wie  Herkules  den  Riesen  Antaeus,  aus  seiner
festen  Anlage,  dem  Grund  und  Boden,  heraus,  dann  werden
die  Genossenschaften  blühen  und  gedeihen.  So  lange  die
der  kapitalistischen  Wirtschaftsordnung  eigentümlichen  Krisen
infolge  der  Unterkonsumtion  der  Volksmassen  Jammer  und
Verderben  bringen,  solange  werden  auch  die  Arbeiter,
Handwerker  und  Bauern  kein  Vertrauen  zu  gemeinsamen
Unternehmungen  finden,  wie  sich  anderseits  das  Kapital,,
solange  es  mühelos  Dividenden  und  Zinsen  erhält,  nicht
bereit  finden  lassen  wird,  der  Arbeit  förderlich  zu  sein.
Die  unter  den  Genossenschaften  erbauten  Häuser  werden
unter  den  neuen  Verhältnissen  schneller  Abgang  finden,
wesentlich  als  Eigentum  des  Bewohners.  Und  hier  wird
sich  die  unkündbare  Hypothek  mit  Amortisation  als  einzig,
richtig  empfehlen,  sie  wird  die  Sicherheit  des  Besitzes  erhöhen. ­
  Uns  ist  es  schwer  begreiflich,  wie  der  Bund  der
städtischen  Haus-  und  Grundbesitzervereine  eine  Denkschrift
ausarbeiten  lassen  konnte,  in  der  er  geradezu  die  Umwandlung
unkündbarer  Hypotheken  bei  einigen  Hypothekenbanken  in
kündbare  vorschlug.  Oder  kommt  hier  nur  die  Zweiseelennatur ­
  dieses  Vereines  —  in  dem  Kapitalisten  und  verschuldete
            
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