Die Bodenreform im Lichte des Freihandels.
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die Löschungen in den Städten von 1 Milliarde 725
Millionen Mk., auf dem Lande von 342,22 Millionen Mk.
Während in den Städten eine solche Steigerung noch keine
akute Gefahr für den Hausbesitzer in sich birgt, da die
Mieten immerfort im Steigen begriffen sind, so liegt die
Sache auf dem platten Lande, wo die Einnahmen der
Bauern nicht mehr genügenden Schritt mit den Ausgaben
halten, doch wesentlich anders.
Aus den Berichten über die einzelnen ländlichen Bezirke
ergibt sich nach der „Stat. Korrespondenz“ folgende Tabelle:
In
die Ein
tragungen
betrugen:
Millionen
Mark
die
Löschungen
Millionen
Mark
der Überschuß (+)
o. Minder
betrag (—) der
Eintragungen
Millionen Mark
Königsberg
129,16
92,38
+
36,78
Marien werder
100,66
88,82
+
11,84
Berlin (Kammerger.) .
151,04
105,99
+
45,05
Stettin . •
74,77
60,42
+
14,35
Posen
122,96
138,65
-
15,69
Breslau
306,54
237,99
+
68,55
Kaumburg a. d. S. . .
189,87
129,27
+
60,60
Kiel
90,36
64,06
+
26,30
Hamm
118,18
84,54
+
33.64
Kassel
51,84
69,22
—
17,38
Frankfurt a. M
56,64
52,62
+
4,02
Köln
247,97
222,63
+
25,34
Jena (preuß. Teil.) . . .
2,68
2,42
0,26
Im ganzen Staate
1774,90
1432,68
+
342,22
Her Grundsteuerreinertrag für die gesamte Fläche des
ländlichen Grundbesitzes in Preußen beträgt jährlich 409
Millionen Mark. Ist auch diese Schätzung schon 1865 und
nach dem Durchschnitte der Marktpreise landwirtschaftlicher
Erzeugnisse in den Jahren 1836 bis 1860 vorgenommen,
läßt sich auch nachweisen, daß einzelne Produkte im Preise
gestiegen, so ist dennoch, wie wir oben zeigten, in den letzten
15 Jahren in den wichtigsten Produkten ein Rückgang der
Preise eingetreten.